Gregor Bühl

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Gregor Bühl (* 1964 in Birkesdorf bei Düren) ist ein deutscher Opern- und Konzert-Dirigent und Professor für Dirigieren und Opernkorrepition an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Sein Repertoire umfasst Werke der klassischen Opernliteratur ebenso wie zeitgenössische Kompositionen.

Gregor Bühl 2024

Ausbildung und frühe Berufstätigkeit

Nach seinem Abitur am Burgau-Gymnasium 1984 studierte Gregor Bühl Dirigieren an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf bei Wolfgang Trommer. Darüber hinaus besuchte er Meisterkurse bei Ferdinand Leitner, Gary Bertini, Hiroyuki Iwaki. Er war Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und des DAAD. Im Anschluss an den Berliner Dirigentenkurs bei Gerd Albrecht wurde er als Albrechts Assistent an die Hamburgische Staatsoper engagiert (1991–1995). 1993 erhielt er den Kulturpreis der Berenberg Bank in Hamburg, 1995 den Zweiten Preis beim Nikolai-Malko-Dirigierwettbewerb in Kopenhagen.[1]

Operndirigent

Seit Abschluss seiner Tätigkeit in Hamburg ist Bühl als freiberuflicher Dirigent tätig. Gastdirigate führten ihn an die Deutsche Oper Berlin, Stuttgarter Staatsoper, das Nationaltheater Weimar, sowie die Opern von Lissabon, Göteborg, Oslo, Caracas und Reykjavík. Sein Debüt an der Semperoper mit Giacomo Puccinis Madame Butterfly führte zu einer direkten Wiedereinladung für konzertante Aufführungen der selten gespielten Strauss-Fassung von Wolfgang Amadeus Mozarts Idomeneo.[2]

An der Königlichen Oper (Stockholm) leitete Bühl 2007 die Neuproduktion von Wagners Ring. Die Produktion wurde vom schwedischen Fernsehen aufgezeichnet und auf DVD veröffentlicht. Ab Januar 2008 folgten vier komplette Ringzyklen. Im November 2008 dirigierte er an der königlichen Oper Tristan und Isolde.[3]

Am Staatstheater Hannover leitete er mehrere Neuproduktionen, darunter die deutsche Erstaufführung von Manfred Trojahn s Oper Orest sowie eine Inszenierung von Giuseppe Verdis La traviata.[4]

2009 gab Bühl sein Nordamerika-Debüt an der Canadian Opera Company in Toronto mit Beethovens Fidelio. Das Südamerika-Debüt erfolgte am Teatro Colón in Buenos Aires mit einer Produktion von Franz Lehárs Die lustige Witwe. Weitere Gastengagements führten ihn unter anderem an die Opéra National de Montpellier. Im Jahr 2021 dirigierte Bühl die Uraufführung der Oper Electric Saint von Stewart Copeland am Deutschen Nationaltheater Weimar.

Zu den von Bühl dirigierten Werken zählen des weiteren unter anderem Madama Butterfly, Il trovatore, La Cenerentola, Rigoletto, Pique Dame, L’elisir d’amore, Les Contes d’Hoffmann und Tosca.[5]

Konzertdirigent

Auf dem Konzertpodium trat Bühl mit Rundfunk-Sinfonieorchestern in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Skandinavien, Osteuropa und Israel auf. Er konzetierte auch mit den Düsseldorfer Sinfonikern, der Staaatskapelle Weimar, der Staatphiharmonie Rheinland Plalz, dem Trondheim Symphonie Orchester und dem Israel Symphonic Orchestra.[6]

CD-Einspielungen

Die von Teldec aufgenommene CD American classics – mit seiner Ehefrau, der Klarinettistin Sharon Kam, als Solistin – wurde in die Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen. Für die mit dem MDR-Sinfonieorchester unter der Leitung Bühls für Berlin Classics aufgenommene CD Sharon Kam – Werke für Klarinette und Orchester mit Werken von Carl Maria von Weber, Felix Mendelssohn Bartholdy, Louis Spohr und anderen wurde Kam mit dem Echo Klassik 2006 ausgezeichnet.

Die letzte von insgesamt vier CD-Einspielungen Bühls der Konzerte von Walter Braunfels erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.[7]

Lehrtätigkeit

Von 2016 bis 2022 war Bühl Professor an der Opernhochschule in Oslo.[8] Zum 1. April 2025 wurde er zum Professor für Dirigieren und Opernkorrepition an die Hochschule Franz Liszt in Weimar berufen.[9][10][11]

Persönliches

Bühl ist seit 1994 mit der Klarinettistin Sharon Kam verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Hannover.

Einzelnachweise

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