Gregor Wedekind
deutscher Kunsthistoriker und Hochschullehrer
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Gregor Wedekind (* 1963 in Mainz) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Hochschullehrer.
Leben und Werk
Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Bamberg, Dijon und Berlin (FU) wurde Wedekind 1995 an der Technischen Universität Berlin promoviert. 2008 habilitierte er sich an der Technischen Universität Berlin mit der Arbeit Das Leben fassen. Strategien der Mimesis im Werk von Théodore Géricault. Seit 2010 ist er Professor für Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Wedekinds Forschungsschwerpunkte sind die Bildkünste des späten 18. bis zum 21. Jahrhundert, die französische Kunst des 19. Jahrhunderts, die europäische Romantik, die Stadt und ihre Medien, die Geschichte des Künstlertums, Genieästhetik und Kunstreligion, die Theorie und Geschichte der Mimesis, die Ideengeschichte der europäischen Moderne, die Geschichte und Theorie der Fotografie sowie Kunst und Psychiatrie.[1]
Gregor Wedekind lebt in Mainz.
Wissenschaftlicher Werdegang
- 1995–2001: Wissenschaftlicher Assistent (C 1) am Fachgebiet Kunstgeschichte der Technischen Universität Berlin
- 1999: Gastdozent am Institut of Social Sciences der Istanbul Technical University
- 2002–2003: Wissenschaftlicher Dozent am Kunstgeschichtlichen Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
- 2003–2007: Leiter des wissenschaftlichen Programms (Directeur de recherche) am Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris
- 2007–2008: Vertretung der Professur für Kunstwissenschaft mit dem Schwerpunkt Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
- 2008–2009: Vertretung der Professur für Neuere und Neuste Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Gremientätigkeiten und Mitgliedschaften
- 2010–2021: Präsident der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 19. Jahrhunderts
- 2013: Guest Scholar am Getty Research Institute, Los Angeles
- 2013–2020: Sprecher des Forums für Interkulturelle Frankreichforschung (FIFF)
- 2015–2022: Stellvertretender Vorsitzender der Paul-Strecker-Stiftung
- seit 2019: Sprecher des Zentrums für Frankreich- und Frankophoniestudien (ZFF)
- seit 2021: Mitherausgeber der Zeitschrift für Kunstgeschichte
- seit 2022: Membre titulaire der Deutschen Delegation des Comité International d’Histoire de l’Art (CIHA)
- seit 2022: Vorsitzender der Paul-Strecker-Stiftung
Forschungsprojekte
Laufende Forschungsprojekte (Stand August 2022)
- CODA – Das moderne Europa formen. Kunst und Politik im Lichte der Korrespondenz David d’Angers’. Digitale Edition zusammen mit Prof. Dr. France Nerlich [in Vorbereitung].
- Romantische Ökologien, Interdisziplinäre Verbundforschergruppe des Initiativfonds der Rhein-Main-Universitäten.
- Mobilier urbain. Objektkultur und öffentlicher Raum im Paris des 19. Jahrhunderts, DFG-Drittmittelprojekt 9499532 (2019–2023) zusammen mit PD Dr. Salvatore Pisani.
- Digitale Edition der Tagebücher von Paul Strecker in Zusammenarbeit mit dem Archiv der Akademie der Künste Berlin.
- Die ästhetischen Erfindungen der Ökologie um 1800 (AESTHOEK1800), Minigraduiertenkolleg in Kooperation mit Univ.-Prof. Dr. Rainer Emig, Univ.-Prof. Dr. Immanuel Ott, Univ.-Prof. Dr. Barbara Thums.
Abgeschlossene Forschungsprojekte
- Minigraduiertenkolleg "Sozialität und Materialität in Kultur und Gesellschaft" im Rahmen des Gutenberg Nachwuchs-Kollegs der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
- Die Handlungsmacht ästhetischer Objekte, AG 2 der Forschungsplattform SOCUM.
Publikationen (Auswahl)
- (mit Nina Amstutz, Anne Bohnenkamp, Mareike Hennig, Hrsg.) Das Bild der Natur in der Romantik. Kunst als Philosophie und Wissenschaft (Schriften der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 19. Jahrhunderts 4), Paderborn 2021.
- Die Stadt und ihre Medien. Das Paris des 19. Jahrhunderts, hg. von Steffen Haug und Gregor Wedekind (Schriften der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 19. Jahrhunderts 3), Paderborn 2018.
- Widerspiel der Existenz. Théodore Géricaults tragischer Realismus, in: Géricault. Bilder auf Leben und Tod, hg. von Gregor Wedekind und Max Hollein, Kat. Ausst. Frankfurt am Main, Schirn Kunsthalle, München 2013, S. 17–188.
- Wie in einem Spiegel. Porträt und Wirklichkeit in Jan van Eycks Arnolfinihochzeit, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte, Bd. 70, 2007, H. 3, S. 325–346
- Paul Klee: Inventionen, Berlin, 1996.