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Grenzübergang Ilinden–Exochi

Grenzübergang zwischen Bulgarien und Griechenland From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Grenzübergang Ilinden–Exochi (bulgarisch ГКПП Илинден - Ексохи - GKPP Ilinden - Granitschen Kontrolno Propuskwatelen Punkt Ilinden - Grenz-Kontroll-Durchlass-Punkt Ilinden; griechisch Συνοριακή Διόδος Εξοχή – Ιλινδεν Synoriakí diodos Exochi - Ilinden oder Σταθμός Εξοχή – Ιλινδεν Stathmós Exochi - Ilinden), auch GKPP Goze Deltschew–Drama[1] genannt, liegt zwischen Bulgarien und Griechenland. Er befindet sich im westlichen Rhodopen-Gebirge, in der Nähe des bulgarischen Dorfes Ilinden, ca. 20 km südlich der Stadt Goze Deltschew.

Der Grenzübergang auf bulgarischer …
… und auf griechischer Seite

Der Grenzübergang Ilinden-Exochi wurde am 9. Dezember 2005 von den Präsidenten beider Staaten, Georgi Parvanov und Karolos Papoulias, und dem Leiter der Delegation der Europäischen Kommission in Bulgarien, Dimitris Kourkulas, sowie Politikern aus den angrenzenden Regionen eröffnet.[2] Er war zu diesem Zeitpunkt der dritte Grenzübergang zwischen Bulgarien und Griechenland. Der Grenzübergang war eine Forderung der Bevölkerung beider Grenzseiten und soll den Tourismus in der Grenzregion fördern sowie zur Stärkung der lokalen Wirtschaft beitragen.

Geschichte

Dazwischen liegt der „Bärentunnel“

1995 wurde eine bulgarisch-griechische Vereinbarung zur Eröffnung von weiteren drei Grenzübergängen unterschrieben. Zu diesem Zeitpunkt existierten nur die beiden Grenzübergänge Kulata–Promachonas und Kapitan Petko Wojwoda–Ormenio an deren Grenze. Für den neuen Grenzübergang wurden eine Umgehungs- und eine 12 Kilometer lange Zufahrtsstraße mit mehreren Brücken, Über- und Unterführungen sowie mehrere Gebäude für die Grenzabfertigung geplant. Nach Protesten mehrerer Naturschutzorganisationen, darunter der WWF, wurden zum Artenschutz der lokalen Braunbärenpopulation zusätzlich ein Tunnel mit einer Länge von 447 Metern, davon 147 Meter auf bulgarischer Seite, und eine 420 Meter lange Zufahrtsstraße zum Tunnel zusätzlich gebaut. Das Projekt wurde mit insgesamt rund 18 Millionen Euro (die Hälfte für den Straßenbau sowie 5 Mio. für den Grenzübergang und 4 Mio. für den Tunnel) vom PHARE-Programm mitfinanziert. Die Bauarbeiten an den Gebäuden der Grenzkontrollen endeten 2002 und an der Straßeninfrastruktur 2003.

2010 wurde der Grenzübergang von griechischer Seite mehrmals von streikenden Bauern blockiert.

Zum 1. Januar 2025 wurden die Grenzkontrollen beendet. Fahrzeuge können nunmehr ohne Anhalten und Dokumentenkontrolle passieren, jedoch nur mit geringer, durch die Beschilderung vorgegebener Geschwindigkeit. Gebäude und Infrastruktur bleiben erhalten, um bei Bedarf wieder in Betrieb genommen werden zu können. Grenzpolizisten behalten sich das Recht vor, stichprobenartige Kontrollen durchzuführen.[3]

Commons: Grenzübergang Ilinden–Exochi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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