Groißenbrunn

Ortschaft in der Marktgemeinde Engelhartstetten im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Groißenbrunn ist ein Ort, eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der Marktgemeinde Engelhartstetten im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 222 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 war Groißenbrunn eine eigenständige Gemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Groißenbrunn (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Groißenbrunn
Groißenbrunn (Österreich)
Groißenbrunn (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gänserndorf (GF), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Gänserndorf
Pol. Gemeinde Engelhartstetten
Koordinaten 48° 13′ 20″ N, 16° 54′ 16″ Of1
Höhe 162 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 222 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 7,41 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03502
Katastralgemeindenummer 06304
Bild
Marienbründl Groißenbrunn
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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222
Schlacht bei Kressenbrunn

Geografie

Groißenbrunn liegt im südlichen Marchfeld im Norden der Marktgemeinde im Bereich einer Geländestufe des Wagrams, die hier auch von der Bernstein Straße überwunden wird. Im Süden fließt der Breitenseer Kanal vorbei.

Geschichte

Der Ort wurde 1150 urkundlich genannt. 1260 fand die Schlacht bei Kressenbrunn (Schlacht bei Groißenbrunn) zwischen Ottokar II. und Bela IV. statt. 1683 war ein Türkeneinfall. 1704/1706 waren Kuruzeneinfälle.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Groißenbrunn zwei Binder, zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Müller, ein Schlosser, zwei Schmiede, ein Wagner und zahlreiche Landwirte ansässig.[3]

Am 1. Jänner 1971 wurden im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Stopfenreuth, Groißenbrunn und Loimersdorf nach Engelhartstetten eingemeindet.[2]

Verbauung

Pfarrkirche Groißenbrunn

Im Norden des leicht abfallenden teils verbauten Angers steht in beherrschender Höhenlage die Pfarrkirche. Die Randstraßen haben großteils eine geschlossene eingeschoßige traufständige Verbauung. Die Zwerchhöfe sind zumeist Gassenfronthäuser mit Giebel. An der westlichen Hinausstraße gibt es Längs- und Querscheunen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.

In der Mitte des Ortes gibt es Teiche, ehemals als Sammelbecken der Wasserspiele im Schloss Schloss Hof.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

  • Otto Grim (1911–1994), Schiffbauingenieur und Hochschullehrer

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Fatzihof bis Herrnlois. Mechitaristen, Wien 1834, S. 174 (GroissenbrunnInternet Archive).
  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990. Groißenbrunn, Gemeinde Engelhartstetten, Pfarrkirche hl. Ägydius mit Grundrissdarstellung, Pfarrhof, Gasthof. S. 315–316.
Commons: Groißenbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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