Niederösterreichische Kommunalstrukturverbesserung

Gebietsreform in Niederösterreich in den Jahren von 1965 bis in die 1970er-Jahre From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Niederösterreichische Kommunalstrukturverbesserung (auch NÖ. Kommunalstrukturverbesserung) war eine Gebietsreform in Niederösterreich in den Jahren von 1965 bis in die 1970er-Jahre, die auf die Gemeindezusammenlegung von Kleingemeinden zu Großgemeinden abzielte. Innerhalb weniger Jahre wurde so die Zahl der Gemeinden in Niederösterreich von 1652 auf 559 reduziert.[1] Ab den 1980er-Jahren wurden einzelne Zusammenlegungen rückgängig gemacht, sodass es in Niederösterreich mit Stand 2011 573 Gemeinden gibt.

Geschichte

Ein Großteil der niederösterreichischen Gemeinden, 1363 von 1652, zählte weniger als 1000 Einwohner. Das Projekt der Schaffung größerer Gemeinden wurde auf Landesebene durchgeführt. Anfangs ging es um freiwillige Zusammenlegungen, indem finanzielle Vorteile in Aussicht gestellt wurden. In weiterer Folge wurde mit dem Kommunalstrukturverbesserungsgesetz 1971 vom 3. November 1971 auch die zwangsweise Durchführung einer Zusammenlegung möglich.[2]

Beispiele für Zusammenlegungen

  • Trautmannsdorf an der Leitha verhandelte 1965 mit Sarasdorf und Wilfleinsdorf über eine Zusammenlegung, das Vorhaben scheiterte am Widerstand Wilfleinsdorfs. Zum 6. August 1965 beschloss die Gemeindevertretung die Vereinigung mit Sarasdorf. Die Landesregierung genehmigte dies am 26. September 1967 zum Termin 1. Jänner 1968. Mit dem NÖ. Kommunalstrukturverbesserungsgesetz 1971 wurde verfügt, dass sich die Gemeinde Trautmannsdorf-Sarasdorf mit den Gemeinden Gallbrunn und Stixneusiedl zum 1. Jänner 1972 vereinigt.[3] Wilfleinsdorf wurde ein Teil von Bruck an der Leitha.
  • Die Gemeinde Texingtal entstand 1971 aus den Gemeinden Texing, St. Gotthard und Plankenstein.[4]

Beispiele für nachträgliche Korrekturen und Korrekturversuche

Gemeindetrennungsansuchen

Gemeindetrennungen

Einzelnachweise

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