Groupe Altrad
französischer Industriedienstleister
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Groupe Altrad SAS ist ein französischer Industriedienstleister mit Sitz in Florensac.
| Groupe Altrad SAS | |
|---|---|
| Rechtsform | Société par actions simplifiée |
| Gründung | 1985 |
| Sitz | Florensac, |
| Leitung | Mohed Altrad (Président)[1] |
| Mitarbeiterzahl | > 65.000[2] |
| Umsatz | 5,45 Mrd. Euro[2] |
| Branche | Industriedienstleistungen |
| Website | www.altrad.com de.altradservices.com |
| Stand: 2024 | |
Geschäftstätigkeit
Einer der größten Geschäftsbereiche des Unternehmens ist der Gerüstbau. Altrad vermietet Gerüste und errichtet diese für die Durchführung von Bauvorhaben, einschließlich Anlagenbauprojekten, sowie für Schiffswerften. Weiterhin werden fliegende Bauten wie Hallen und Tribünen vertrieben und errichtet.
Weitere Tätigkeitsbereiche sind die Isoliertechnik, der Rohrleitungsbau, Brandschutzarbeiten, Oberflächenbehandlung (Lackierung, Reinigung, sonstige Beschichtung), Montage, Instandhaltung und technische Überwachung sowie Teilefertigung.
Altrad produziert auch selbst Gerüste und Baumaschinen wie kleinere Beton-Trommelmischer.
Die größten Branchen, in denen Altrad tätig ist, sind der Energiesektor, der Öl- und Gassektor, Prozessindustrien und die Marineindustrie.[3] Mit einem Umsatzanteil von 40 % ist Kontinentaleuropa der größte regionale Markt. Diesem folgt das Vereinigte Königreich, wo alleine rund 30 % des Konzernumsatzes erwirtschaftet werden (Stand 2024).[4]
Geschichte
Das Unternehmen wurde durch Mohed Altrad gegründet. Dieser kam in einem Beduinenstamm in Syrien zur Welt, kam im Zuge eines Stipendiums nach Frankreich und promovierte in Informatik an der Universität Paris VIII. Im Jahr 1985 übernahm Altrad das Gerüstbauunternehmen Mefran, das sich zu diesem Zeitpunkt in finanziellen Problemen befand. Der Gerüstbau stellte den Ausgangspunkt der Altrad-Gruppe dar, die in den Folgejahrzehnten unter anderem durch Übernahmen zu einem internationalen Industriedienstleister anwuchs.[5]
Zu den übernommenen Unternehmen zählten unter anderem Hertel (Niederlande), die Cape Group, Doosan Babcock, RMD Kwikform (alle Vereinigtes Königreich), Actavo (Irland), Kiel und das Öl- und Gasgeschäft von Muehlhan (beide Deutschland). Im Jahr 2025 wurden die im Vereinigten Königreich tätigen Geschäftsbereiche von Stork und Heras übernommen.[5]
Die deutsche Dependance geht auf die des niederländischen Unternehmens Hertel zurück, die 1989 errichtet und 2015 von Altrad übernommen wurde. Die deutsche Kiel-Gruppe, die im Rohrleitungsbau tätig war, wurde 2021 aufgekauft.[6] Im Jahr 2021 gab Altrad ein Übernahmeangebot für Bilfinger ab, welches nicht erfolgreich war.[7]