Großohr-Rundblattnase
Art der Gattung Hipposideros
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Die Großohr-Rundblattnase (Hipposideros megalotis) ist ein im östlichen Afrika verbreitetes Fledertier in der Gattung der Altwelt-Rundblattnasen. Das Typusexemplar stammt aus der Umgebung von Keren in Eritrea. Die Art ist in ihrer Gattung sehr ursprünglich und sie wurde zeitweilig in der eigenen Untergattung Syndesmotis geführt.[1][2]
| Großohr-Rundblattnase | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Hipposideros megalotis | ||||||||||||
| (Heuglin, 1862) |

Merkmale
Diese Fledermaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge um 35 mm, eine Schwanzlänge von 21 bis 27 mm und ein Gewicht bei 5 g. Sie hat 34 bis 39 mm lange Unterarme, Hinterfüße von 5 bis 6 mm Länge und 18 bis 25 mm lange Ohren. Das große Nasenblatt ist recht unauffällig, da besondere anhängende Hautlappen fehlen. Auch eine sackartige Wulst im vorderen Bereich ist nicht vorhanden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gattungsmitgliedern sind die großen Ohren auf der Stirn mit einem kleinen Hautstreifen verbunden. Bei den meisten Populationen hat das Fell oberseits eine graubraune Farbe mit roten Tönen, während die Unterseite cremefarben bis weiß ist. Bei einer Morphe ist das Fell orange oder intensiv zimtfarben. Die Zahnformel lautet I 1/2, C 1/1, P 1/2, M 3/3, was 28 Zähne im Gebiss ergibt.[2]
Verbreitung und Lebensweise
Die Großohr-Rundblattnase lebt in Eritrea, Dschibuti, Äthiopien und Kenia. Ein Fund stammt aus der Nähe von Dschidda in Saudi-Arabien. Das Tier hält sich im Flachland, auf Hochebenen und in Gebirgen auf, wo es 2000 Meter Höhe erreicht. Als Habitat dienen trockene Savannen, Buschflächen und Halbwüsten.[3]
Die Fledermaus ruht am Tage vermutlich in Höhlen und in von Menschen errichteten Verstecken, wie Tunnel oder selten Genutzte Gebäude. Eine Kolonie mit 100 Mitgliedern wurde am Schildvulkan Suswa in Kenia gefunden. Sie ruhten in einer Röhre, die im Lavafeld entstanden war. In Kenia wurde ein mit einem Embryo trächtiges Weibchen im Dezember registriert. Zur Nahrungswahl liegen keine Daten vor.[2]