Grube Echte
Bergwerk auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Kalefeld, in der von 1937 bis 1962 Eisenerz gefördert wurde
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Die Grube Echte war ein Bergwerk auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Kalefeld, in der von 1937 bis 1962 Eisenerz gefördert wurde.
| Echte | |||
|---|---|---|---|
| Allgemeine Informationen zum Bergwerk | |||
| Förderung/Gesamt | ca. 7 Mio. t | ||
| Informationen zum Bergwerksunternehmen | |||
| Beschäftigte | bis zu 484 | ||
| Betriebsbeginn | 1937 | ||
| Betriebsende | 1962 | ||
| Geförderte Rohstoffe | |||
| Abbau von | Eisenerz | ||
| Geographische Lage | |||
| Koordinaten | 51° 47′ 55″ N, 10° 3′ 45″ O | ||
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| Standort | Echte | ||
| Gemeinde | Kalefeld | ||
| Landkreis (NUTS3) | Northeim | ||
| Land | Land Niedersachsen | ||
| Staat | Deutschland | ||
Betrieb
Die Grube galt bei ihrer Eröffnung als eins der modernsten Bergwerke Deutschlands. Für den Betrieb wurden Bergleute aus dem Ruhrrevier angeworben. In der benachbarten Ortschaft Echte, nach der die Grube benannt ist, wurden für diese Arbeiter und ihre Familien 32 Kleinsiedlerstellen errichtet.
Ab November 1940 mussten ca. 300 Zwangsarbeiter in der Grube arbeiten.[1]
Der Betrieb wurde Ende 1962 eingestellt, da die Förderung nicht mehr rentabel war.
Insgesamt sollen ca. 7 Millionen Tonnen Eisenerz mit einem Eisengehalt von 25 % gefördert worden sein. Die höchste Förderung wurde Ende der 1950er Jahre mit gut 500.000 t pro Jahr erreicht.[2] Dies entspricht ca. 3 Prozent der damaligen deutschen Eisenerzproduktion. Nach der Stilllegung sollen heute noch 10 bis 15 Millionen Tonnen abbauwürdiges Erz vorhanden sein.
Beim Betrieb der Grube sollen 16 Bergleute ums Leben gekommen sein.[3]
Lage
Der Hauptschacht befindet sich ca. 400 m südlich der Ortschaft Dögerode. Weitere Schächte befanden sich am Ricklingsberg (1,2 km südwestlich des Hauptschachts)[4] und der Wetterschacht (1,5 km ostnordöstlich).
Markantes Zeugnis des ehemaligen Bergwerks ist der Verladebunker, der von der Bundesautobahn 7 bei Echte gut sichtbar ist.
Verkehrsanbindung
Bis 1943 wurde die Grube am südlichen Ortsausgang von Kalefeld an die Bahnstrecke Osterode–Kreiensen angeschlossen. Dafür wurde die Schmalspurbahn von Kreiensen bis zum Abzweig zum Dreischienengleis ausgebaut. Zum Bau der Strecke wurden bis zu 156 osteuropäische Zwangsarbeiter eingesetzt.[5] Das Gleis ist inzwischen stillgelegt und abgebaut. Unter Tage wurde das Erz mit elektrischen Lokomotiven transportiert.
Nachnutzung
Heute wird das Gelände des Bergwerks von der RKW-Gruppe Gruppe zur Kunststoffproduktion genutzt.
Literatur
Rainer Slotta: Der Eisenerzbergbau (= Technische Denkmäler in der Bundesrepublik Deutschland. 5. Teil I). Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Bochum 1986.
