Gruppe SE

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Die Gruppe SE (SE für Slalom-Einsteiger) ist eine historische nationale Fahrzeuggruppe im Automobilsport, die 1998 vom DMSB ins Leben gerufen wurde und bis Ende 2009 im nationalen Regelwerk des DMSB integriert war. Sie sollte die Lücke zwischen Kart- und Automobil-Slalom schließen. Heutzutage ist sie weitestgehend durch die Gruppe G für seriennahe Fahrzeuge ersetzt worden.

Technische Grundzüge

Zugelassen waren nur PKW (Tourenwagen und GT-Fahrzeuge) mit mindestens zwei Türen. Diese mussten bei Teilnahme an einem Automobil-Slalom zum öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sein oder einen Wagenpass des DMSB für die Gruppe SE besitzen. Außerdem mussten sie immer eine gültige Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems vorweisen können. Weitere Einschränkungen waren die Maximalhöhe von 1600 mm und das Mindestbaujahr 1966. Technische Modifikationen gegenüber der Serie waren nur im Rahmen einer Zulassung gemäß StVZO möglich. Ein Überrollbügel oder -käfig war nicht vorgeschrieben.

In Klasse SE lag das zulässige Mindestalter für Teilnehmer bei 16 Jahren, sofern auf den Fahrer eine nationale Junioren-Lizenz ausgestellt wurde. Darüber hinaus wurde es den veranstaltern von Slalomwettbewerben freigestellt, diese Klasse auszuschreiben, zum Beispiel wenn der Parcours für Slalomneulinge eine zu große Herausforderung darstellen würde.

2009 kündigte der DMSB im Zuge einer Klassenreform die Einstellung dieser Klasse an.[1][2] Ehemalige Gruppe SE Autos konnten in den meisten Fällen in die Gruppe F integriert werden. Die Funktion der ehemaligen Gruppe SE wird heute weitestgehend von der Gruppe G übernommen die seriennahen Fahrzeugen mit Straßenzulassung vorbehalten ist.[3]

Einzelnachweise

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