Grüne Mamba

Art der Gattung Mambas (Dendroaspis) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Grüne Mamba (Dendroaspis viridis) ist eine Art der Mambas, die in Benin, Gambia, Ghana, Guinea, Kamerun, Liberia, Senegal, Sierra Leone, Togo und der Zentralafrikanischen Republik beheimatet ist.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Grüne Mamba

Grüne Mamba (Dendroaspis viridis)

Systematik
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Überfamilie: Elapoidea
Familie: Giftnattern (Elapidae)
Unterfamilie: Echte Giftnattern (Elapinae)
Gattung: Mambas (Dendroaspis)
Art: Grüne Mamba
Wissenschaftlicher Name
Dendroaspis viridis
(Hallowell, 1844)
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Verbreitungsgebiet der Grünen Mamba

Merkmale

Diese in der Regel bis zu zwei Meter lange Giftschlange ist hellgrün und am Schwanz gelblich gefärbt. Am Schwanz und Kopf sind die Schuppen schwarz umrandet. Die Rückenschuppen dieser Schlange sind ungewöhnlich groß.

Lebensweise

Die Grüne Mamba hält sich ausschließlich auf Bäumen und Sträuchern in Gebieten Afrikas auf und ernährt sich vorwiegend von Vögeln, Eiern, baumbewohnenden Eidechsen und Fröschen. Die Schlangen sind scheue Tiere und ziehen die Flucht einer Auseinandersetzung vor. Nach der Paarung werden vom Weibchen 10 bis 15 Eier gelegt, aus denen nach 80–100 Tagen die Jungtiere schlüpfen.

Systematik

Neben der Grünen Mamba gibt es drei weitere Arten in der Gattung Dendroaspis:

Giftwirkung

Das Gift der Grünen Mamba hat sowohl kardiotoxische als auch neurotoxische Komponenten. Ebenfalls lassen sich Antikoagulative Effekte nachweisen, die aber gegenüber den anderen Wirkungen in den Hintergrund gelangen.[1]

Calcicludin ist ein aus 60 Aminosäuren bestehendes Polypeptid mit 6 mal die Aminosäure Cystein die insgesamt 3 Disulfidbrücken bilden was mit hoher Affinität L-Typ Ca2+ Kanäle im Herzen und in der Großhirnrinde blockiert. Von der Struktur ist Calcicludin den Dendrotoxinen sehr ähnlich. Vor allem im Bulbus Olfaktorius und im Gyrus dentatus findet man eine besonders hohe Dichte an betroffenen Kanälen wieder[2]. Es handelt sich bei der blockierung der Kanäle um einen partiellen Block, da bei voller Calcicludin konzentration nur 58 % der Aktivität des Kanales blockiert ist was darauf schließen lässt, dass diese nicht vollständig verschlossen werden. Es scheint ebenfalls sehr spezifisch für den L-Typ Kanal (alpha(1)(C)) zu sein, da andere ähnliche Kanäle nur sehr dürftig auf das Calcicludin reagieren. Der Kalzium-Kanal (alpha(1)(C)) ist sehr wichtig für den Kalzium-Influx in Herzmuskelzellen, Neuronen und glatten Muskelzellen. Wenn diese Kanäle am Herzen gehemmt werden, führt das zu einer fehlenden Erregbarkeit der Herzmuskelzellen, was zu gefährlichen Tachyarrythmien führen kann besonders in der Kombination mit anderen Toxinen der Grünen Mamba. In glatten Muskelzellen sind diese Kanäle für die Kontraktion der Gefäße und des Magendarmtraktes verantwortlich, also kann das Gift ebenfalls zu gefährlichen Hypotonien führen. In Neuronen sind diese Kanäle maßgeblich an der Protein Expression beteiligt und ebenfalls an der Erregbarkeit, was in der Regel jedoch nicht spontan zum Tode führt.[3][4]

Das Neurotoxin der Grünen Mamba ist auch für den Menschen sehr gefährlich. Nach einem Biss ist eine sofortige Behandlung mit einem artspezifischen Schlangenserum absolut überlebensnotwendig. Das Gift umfasst eine Vielzahl an Inhaltsstoffen. Neben der neurotoxischen Wirkung kommen auch Kardio- und Zytotoxine (Gifte, die auf den Herzmuskel und Gewebe wirken) vor. Die nur im Gift der Mambaarten enthaltenen Dendrotoxine (nach dem lateinischen Namen der Schlange Dendroaspis) blockieren die Kaliumkanäle in den Zellmembranen des Opfers, was eine Störung der elektrischen Reizausbreitung im Herzen zur Folge hat. Dadurch besteht die Gefahr einer Herzrhythmusstörung.[5] Die letale (tödliche) Dosis dieses Giftes beträgt bei einem durchschnittlichen Menschen bereits 10–20 mg.

Quellen

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