Guanambi
Gemeinde im Bundesstaat Bahia, Brasilien
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Guanambi ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Bahia im Nordosten des Landes. Sie liegt im Süden des Bundesstaates und ist ein wichtiges regionales Zentrum im semiariden Hinterland. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 93.500 geschätzt.[3]
| Município de Guanambi Guanambi | |||
|---|---|---|---|
Blick auf Guanambi | |||
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| Koordinaten | 14° S, 43° W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 14. August 1919 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Bahia | ||
| ISO 3166-2 | BR-BA | ||
| Região intermediária | Guanambi (seit 2017) | ||
| Região imediata | Guanambi (seit 2017) | ||
| Höhe | 545 m | ||
| Gewässer | Rio Carnaíba de Dentro | ||
| Klima | semiarides Klima | ||
| Fläche | 1.272.367 km² | ||
| Einwohner | 93.488 (2025[2]) | ||
| Dichte | 0,1 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.guanambi.ba.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 2.028.013 Tsd. R$ 23.094 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,673 (2010) | ||
Guanambi, im Hintergrund Windpark | |||
Geografie und Klima
Guanambi liegt im Süden von Bahia auf einer Höhe von etwa 545 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich im Einzugsgebiet des Rio Carnaíba de Dentro, eines Nebenflusses des Rio São Francisco.
Das Klima ist semiarid mit hohen Temperaturen und unregelmäßigen Niederschlägen. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 17 und 35 °C.[4] Die Vegetation ist durch die typische Caatinga-Landschaft geprägt.
Geschichte
Das Gebiet des heutigen Guanambi wurde im 18. und 19. Jahrhundert im Zuge der Besiedlung des brasilianischen Hinterlands erschlossen. Die Region entwickelte sich zunächst als landwirtschaftlich geprägtes Gebiet, insbesondere durch Viehzucht und kleinbäuerliche Landwirtschaft.
Im frühen 20. Jahrhundert gewann die Region durch den Ausbau von Verkehrsverbindungen und die zunehmende Integration in regionale Märkte an Bedeutung. Der Distrikt Guanambi wurde 1880 als Teil der Gemeinde Monte Alto geschaffen. 1919 wurde Guanambi offiziell zur eigenständigen Gemeinde erhoben.[5]
Demografie
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 93.500 Personen geschätzt.[3] Die Bevölkerung lebt überwiegend in der Hauptsiedlung. Ethnisch gehörten 2022 knapp 55 Prozent der Bevölkerung zur Gruppe der Pardo (Farbige), ca. 33 Prozent waren Weiße und 13 Prozent waren Schwarze.[6]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 65.592 |
| 2000 | 71.728 |
| 2010 | 78.452 |
| 2022 | 87.817 |
| Volkszählungen | |
Wirtschaft
Die Wirtschaft von Guanambi basiert auf Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungen. Die Region ist bekannt für den Anbau von Baumwolle, Mais und Bohnen sowie für Viehzucht.
Zudem hat sich Guanambi zu einem regionalen Handelszentrum entwickelt. In den letzten Jahren gewann auch der Bereich erneuerbare Energien, insbesondere Wind- und Solarenergie, an Bedeutung. In Guanambi wurde 2012 der größte Windenergiekomplex in ganz Lateinamerika eröffnet.[7]
Die Stadt ist über die Straßen BR-030, BR-262 und BR-324 angebunden, was einen starken Einfluss auf den Handel hat. Mit dem Flughafen Guanambi verfügt sie über einen eigenen Regionalflughafen.
Religion
Guanambi gehört zum römisch-katholischen Bistum Caetité. Neben der katholischen Kirche sind auch protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten.


