Guatemaladrossel
Art der Gattung Echte Drosseln (Turdus)
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Die Guatemaladrossel (Turdus infuscatus) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).[1][2]
| Guatemaladrossel | ||||||||||||
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Guatemaladrossel (Turdus infuscatus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Turdus infuscatus | ||||||||||||
| (Lafresnaye, 1844) |

Der Vogel kommt in El Salvador, Guatemala, Honduras und Mexiko vor.
Zeitweise wurde die Art als konspezifisch mit der Samtdrossel (Turdus serranus) angesehen und als Turdus serranus infuscatus bezeichnet[3], wurde aber aufgrund molekulargenetischer Untersuchungen als eigenständig abgetrennt.[4][5]
Der Lebensraum umfasst Bergwald aus Nadelbäumen zwischen 900 und 2600 bis 3100 m. ü. M. Die Art kommt aber auch in Buchenwäldern und in Stadträndern vor, häufig auch im Wolken- und Nebelwald.
Der Artzusatz kommt von lateinisch infuscatus ‚dunkel gemacht‘.[6]
Merkmale
Der Vogel ist 21–24 cm groß und wiegt 55–86 g, eine mittelgroße Drossel, Das Männchen ist nahezu komplett schwarz, die Steißregion und die Unterschwanzdecken sind etwas matter, leicht schiefergrau. Das Gefieder an Kopf, Nacken, Rücken, Kinn, Kehle und Brust glänzt leicht und ergibt einen leichten Kontrast zu den bräunlicher schwarzen Schwingen. Beim Weibchen ist die Oberseite rotbraun oliv überhaucht, die längeren Handschwingen tragen blass braune Ränder. Die Zügel sind dunkelbraun mit hellerem gelbbraunem Strich darüber und in der Kinnregion begrenzt, die blassere Kehle ist leicht graubraun gestrichelt. Die Unterseite ist blasser olivbraun und geht in hellere Töne in Richtung Unterschwanzdecken über. Die Schulterfedern und die Flügelunterdecken sind zimtfarben. Jungvögel sehen weibchenartig aus, haben aber oft orangefarbene oder gelbe Markierungen am Schnabel und einige schwarze Federn am Körper.
Der Schnabel ist beim Männchen leuchtend gelb, beim Weibchen schwärzlich und beim Jungvogel dunkel. Die Iris ist dunkelbraun und der Augenring beim Männchen hellgelb und beim Weibchen dunkelbraun. Die Beine und Füße sind hellgelb, bei Jungvögeln dunkelgelb.
Die Rußdrossel (Turdus nigrescens) ist gleichfalls dunkel gefiedert, das Männchen schwarz, kommt aber nicht im gleichen Lebensraum vor. Die Samtdrossel (Turdus serranus) sieht ähnlich aus, ist aber kleiner und singt anders. Deren Weibchen hat dunkel rotbraune Unterflügeldecken und nicht blass orangefarbene.
Einen schwarzen Schnabel haben bei den Drosseln nur noch die Blaßsteißdrossel (Turdus obsoletus), die mehr Brauntöne aufweist, an der Unterseite und am Steiß weiß ist, und die Graukehl-Musendrossel (Catharus gracilirostris), die viel kleiner ist und ein braunes Brustband hat. Die Gilbdrossel (Turdus grayi) ist heller sandbraun mit gelbem Schnabel, fleischfarbenen Füßen.[7][8] Die Cabanisdrossel (Turdus plebejus) sieht ähnlich aus. Jungvögel der Rotnackendrossel (Turdus rufitorques) können ähnlich sein, sind aber dunkler und haben einen gelben Schnabel.[9]
Geografische Variation
Die Art ist monotypisch.[1][9][10][11]
Stimme
Der Gesang umfasst ein umfangreiches Repertoire auch mit Imitationen anderer im Nebenwald vorkommender Arten und erinnert somit an die Gartenspottdrossel (Mimus polyglottos) oder die Lasurspottdrossel (Melanotis hypoleucus).[12] Während der Brutzeit singt das Männchen gern von einer Singwarte morgens nach Sonnenaufgang.[9]
Lebensweise
Die Art ist wahrscheinlich ein Strichvogel und lebt überwiegend versteckt auf Waldbäumen. Vermutlich gibt es deshalb kaum Informationen zum Verhalten des Vogels.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten und Insekten, die auf allen Waldebenen gesucht werden, meist einzeln oder paarweise, außerhalb der Brutzeit auch in kleinen Gruppen auf früchtetragenden Bäumen, auch zusammen mit anderen Drosseln und dem Nordanden-Olivtyrann (Elaenia frantzii).
Die Brutzeit liegt zwischen April und Juni. Das Gelege besteht aus 1 bis 2 einfarbig blauen Eiern.[9]
Gefährdungssituation
Die Guatemaladrossel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[13]
Literatur
- N. F. A. A. de Lafresnaye: Mer[ula] infuscata. In: Oiseaux nouveaux du Mexique. In: Revue Zoologique, par la Société Cuvierienne, Band 7, S. 41, 1844, Biodiversity Library
Weblinks
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Guatemaladrossel (Turdus infuscatus)
- Guatemaladrossel (Turdus infuscatus) auf eBird.org
- BirdLife International: Species Factsheet – Black-thrush (Turdus-infuscatus)
- Macaulay Library
- Turdus infuscatus im Integrated Taxonomic Information System (ITIS). Abgerufen am 4. April 2026.
- Guatemaladrossel auf oiseaux.net (französisch)