Guido Linnekogel
deutscher Flugpionier
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Leben
Guido Linnekogel war ein Rumpler-Werkspilot. Am 29. Mai 1913 gewann er mit einer Rumpler Taube in Berlin einen Höhenwettbewerb mit einer Flughöhe von 2750 m.[1] Am 14. Oktober war er in einen Flugunfall verwickelt. Mit einem Fahrgast an Bord vom Flugplatz Johannisthal gestartet kollidierte er in einer Flughöhe von 30–40 m mit einer Albatros Taube des Piloten Leutnant Freindt. Alle drei involvierten Personen wurden verletzt.[2][3][4] Linnekogel stellte mehrere Höhenrekorde auf. Am 12. Februar 1913 überbot er den bisherigen deutschen Höhenrekord mit Passagier in einer Flughöhe von 4300 m.[5] Am 24. März 1914 gelang ihm von Johannisthal aus mit einer Flughöhe von 5500 m der Höhenweltrekord mit Fahrgast.[6] Darauf folgte wenige Tage später am 31. März 1914 ein Rekordflug ohne Fahrgast mit einem Rumpler Militäreindecker Typ 1914 mit 100-PS-Mercedes-Motor über 6350 m.[7][8][9] Schließlich folgte im Juli ein weiterer Höhenweltrekord. Er erreichte vom Flugplatz Johannisthal gestartet mit einer Rumpler eine Höhe von 6570 m.[10][11][12] Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete er bei den Dietrich-Gobiet Flugzeugwerken. Nach einer sechsjährigen Flugpause wollte er im März 1924 wieder den Flugführerschein erwerben. Bei einem Probeflug vom Flugplatz Kassel-Waldau verunglückte er am 22. März 1924 und verstarb.[13][14]
Weblinks
- Grafik der Höhenweltrekorde nach dem Rekordflug Linnekogels in der Beilage zum Geschäftsblatt für den oberen Teil des Kantons Bern Band 61, Nr. 29. Bern 11. April 1914
- Der deutsche Flieger Linnekogel, Porträt im Nidwaldner Sonntagsblatt vom 14. Juni 1914