Guillaume Marie

französischer Journalist und Schriftsteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Guillaume Marie (* 27. März 1979 in Coutances, unter dem bürgerlichen Namen Guillaume Lecaplain) ist ein französischer Journalist und Schriftsteller. Er ist Mitglied der Oulipo.[1]

Guillaume Marie (2025)

Leben und Schaffen

Nach dem Abitur am Lycée de l’Institut Saint-Lô (1996) studierte er Moderne Literatur an der Universität Caen und erlangte 2001 die Maîtrise. Während dieses Studiums begann auch seine literarische Zusammenarbeit mit Samuel Deshayes,[2] mit dem er gemeinsam experimentelle Lyrik schreibt und ab 2007 im Kollektiv Pou zusammenarbeitet.[3]
Von 2003 bis 2004 studierte er Journalismus am Institut universitaire de technologie in Lannion. Seither arbeitete er unter seinem bürgerlichen Namen als Journalist und Webredakteur u. a. für die Gratiszeitung 20 minutes (2006)[4], das ARTE-Nachrichtenmagazin 28 minutes (2015–2016)[5] und für die Tageszeitung Libération (seit 2015).[6] Sein 2013 begonnenes Aufbaustudium Berufe der Berichterstattung und digitalen Medien an der Universität Nantes schloss er 2015 mit Master ab.[7]

2017 erschien sein erster Lyrikband En Pente douce. Ab 2019 wirkte er wiederholt am Projet poétique planétaire mit.[8][1] Seine biographische Erzählung Je vais entrer dans un pays über den Heiligen Benoît Joseph Labre wurde 2024 mit dem Grand prix SGDL de la Fiction ausgezeichnet.[9]

Sein Werk lotet im Experiment mit verschiedenen Schreibstilen formale Grenzen aus und widmet sich erotischen, introspektiven sowie biografischen Sujets. 2026 wurde Guillaume Marie in die Werkstatt für Potentielle Literatur (Oulipo) aufgenommen.[10]

Preise (Auswahl)

  • Grand prix SGDL de la Fiction 2024 für Je vais entrer dans un pays

Werke (Auswahl)

Prosa

Lyrik

Dokumentationen

  • „Rue Sans Interdit – le Gay Paris“, Szenario zur Graphic-Novel-Dokumentation mit Pochep (Zeichnungen), in: La Revue dessinée Nr. 12 (Sommer 2016), ISBN 979-10-92530-04-9.
  • Un combat pour tous, Dokumentarfilm (40 min.), Premiere: Cinépride de Nantes 2014.[11]

Einzelnachweise

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