Gustav Hilger (Landrat)

deutscher Kommunalpolitiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Gustav Hilger (* 8. November 1904 in Weilheim in Oberbayern; † 30. Januar 1991[1] in Schongau) war ein deutscher Kommunalpolitiker.

Werdegang

Hilger schloss sein Studium der Volkswirtschaften und der Rechtswissenschaften 1930 an der Universität München mit Promotion ab. Ab 1932 war er Assessor, später Regierungsrat in Pegnitz. Zum 1. Mai 1935 trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 3.659.740)[2] Ab Januar 1939 arbeitete er beim Landratsamt Hilpoltstein. Er war von April 1940 kommissarischer Landrat., vom 1. Oktober 1940 bis 15. Mai 1943 und, unterbrochen durch Kriegsdienst, wieder zu Kriegsende 1945 war er Landrat von Hilpoltstein.[3] Er soll 1942 in seiner Funktion als Landrat von Hilpoltstein für die Einweisung des Bauern Ludwig Wittmann ins KZ Dachau mitverantwortlich gewesen sein.[4][5] Dieser verstarb wenig später im KZ.

Im Dezember 1948 wurde Hilger in Nachfolge von Franz Josef Strauß zum Landrat des oberbayerischen Landkreises Schongau gewählt. Bei den Kommunalwahlen 1952, 1958 und 1964 wurde das CSU-Mitglied im Amt bestätigt und war somit von 1948 bis 1970 Schongauer Landrat.[6]

Hilger war seit 1925 Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Tuiskonia München im CV.

Gustav Hilger wurde mit dem Bayerischen Verdienstorden, der Kommunalverdienstmedaille in Gold und dem Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes ausgezeichnet.

Literatur

Einzelnachweise

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