Gustav Plieninger

1808 bis 1886 Geburtsort Wildberg (Landkreis Calw) Sterbeort Stuttgart Beruf/Funktion evangelischer Theologe Konfession evangelisch Namensvarianten Plieninger, Gustav Plieninger Plieninger, Gustav Adolf Christlieb Plieninger, Gustav Albert Christlieb From Wikipedia, the free encyclopedia

Gustav Albert Christlieb Plieninger (* 29. April 1808 in Wildberg; † 11. Oktober 1886 in Stuttgart) war ein württembergischer evangelischer Pfarrer, Übersetzer und Jugendschriftsteller.[1]

Leben und Wirken

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Calw und des Evangelisch-theologischen Seminars Urach trat Gustav Plieninger 1826 in das Evangelische Stift Tübingen ein und studierte Evangelische Theologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. 1831 legte er dort die erste theologische Dienstprüfung ab und ging dann als Vikar der Evangelischen Landeskirche in Württemberg an die Garnisonskirche in Stuttgart. Außerdem erteilte er Religionsunterricht. Bereits während seines Studiums betätigte er sich mit Übersetzungen aus dem Englischen, nicht zuletzt, um damit etwas Geld zu verdienen. Vor seiner zweiten Dienstprüfung unternahm er 1837 eine wissenschaftliche Studienreise in Deutschland. 1838 promovierte er an der Universität Tübingen. Seine Tätigkeit im württembergischen Pfarrdienst begann 1838 als zweiter Pfarrer an der Hospitalkirche in Stuttgart. 1862 wurde er zum Amtsdekan ernannt und seit 1864 wirkte er als Nachfolger von Albert Knapp als Pfarrer an der Leonhardskirche in Stuttgart. 1881 trat er in den Ruhestand und wurde mit dem Ritterkreuz 2. Klasse des Ordens der Württembergischen Krone ausgezeichnet.

Neben seiner Arbeit als evangelischer Geistlicher und Übersetzer veröffentlichte Plieninger zahlreiche Schriften für jugendliche Leser. Zu seinen Kindern gehört der Industrielle Theodor Plieninger.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Leben und Wirken des verewigten Georg Christian von Seubert. Metzler, Stuttgart 1836.
  • Drei Erzählungen für die Jugend. 2. Aufl. Hallberger, Stuttgart 1850.
  • Die Geschwister von Mariental. 3. Aufl. Stuttgart 1866.
  • (Bearb.): Die schönsten Erzählungen des C. F. Weisse'schen Kinderfreundes. 2. Aufl. Kröner, Stuttgart 1878.
  • Die Gesellschaft auf dem Rigi. Erzählung. 2. Aufl. Hofmann & Hohl, Stuttgart 1878.
  • Erzählungen. 3. Aufl. Hofmann & Hohl, Stuttgart 1878.
  • Die Kukuksburg. Eine Erzählung für die Jugend. 3. Aufl. Schreiber, Esslingen 1884.
  • Vom schwarzen Kontinente. Baron Karl Klaus von der Deckens Reisen und Erlebnisse in Ostafrika. Für die reifere Jugend bearb. Kröner, Stuttgart 1883.
  • Hilfe in der Not oder Errettungen aus großen Lebensgefahren. Kröner, Stuttgart 1885.
  • David Livingstone. Ein Lebensbild des grossen Entdeckers und Missionars, für die deutsche Lesewelt, besonders die reifere Jugend. Nach den Quellen dargestellt. Kröner, Stuttgart 1885.
  • Beispiele des Guten. Zur Nacheiferung für die Jugend ausgewählt. Kröner, Stuttgart 1886.

Übersetzungen

  • Thomas M'Crie: Geschichte der Ausbreitung und Unterdrückung der Reformation in Spanien im sechzehnten Jahrhundert. Brodhag, Stuttgart 1835.
  • Richard Baxter: Todesgedanken. Mäcken, Reutlingen 1836.
  • Richard Baxter: Der evangelische Geistliche. Eine Pastoraltheologie. Mäcken, Reutlingen 1837.
  • Grace Kennedy: Sämmtliche christliche Erzählungen. Zwölf Bände. Mäcken, Reutlingen 1837/1838.
  • Jane Strickland: Ausgewählte Erzählungen. Hallberger, Stuttgart 1850.
  • Samuel G. Goodrich: Ausgewählte Erzählungen für die Jugend. Hallberger, Stuttgart 1850.

Einzelnachweise

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