Gustav von Normann
Stadtkommandant von Braunschweig
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Johann Heinrich Ernst Gustav von Normann (* 29. Oktober 1790 in Breslau; † 26. Januar 1855 in Braunschweig) war ein braunschweigischer Offizier, zuletzt im Rang eines Generalleutnants und von 1851 bis 1855 Stadtkommandant der Garnison Braunschweig.[1]
Herkunft
Militärische Laufbahn
Normann trat in den preußischen Militärdienst ein und wurde am 19. April 1804 Gefreitenkorporal im Infanterie-Regiment Nr. 32. Am 6. Oktober 1805 wurde er Fähnrich und kam während des Vierten Koalitionskrieges in die Festung Breslau. Dort geriet er mit der Kapitulation der Festung in Kriegsgefangenschaft. 1807 wurde er dann auf Halbsold gesetzt. Am 1. April 1809 schloss er sich in Nachod der Schwarzen Schar des Herzogs Friedrich Wilhelms von Braunschweig an, ohne vorher seinen Abschied aus preußischem Dienst zu nehmen. Seinen Abschied aus der Preußischen Armee erhielt er nachträglich erst 1822. Am 22. Juli 1809 kam er als Sekondeleutnant zum Freien Jäger-Bataillon und wurde am 29. Juli 1809 im Gefecht bei Halberstadt lebensgefährlich verwundet. Ein französischer Wundarzt rettete ihm das Leben und verhalf ihm anschließend zur Flucht nach England. Später wurde er als Kapitän im Spanischen Krieg erneut schwer verletzt. Dennoch wurde er noch am 1. August 1809 Premier-Lieutenant und am 27. September 1809 Leutnant im englisch-braunschweigischen Regiment. Am 18. April 1811 wurde er zum Regiments-Adjutanten ernannt und am 15. Juli 1813 im Gefecht bei Echalar verwundet. Am 28. Februar 1814 wurde braunschweigischer Kapitän und persönlichen Adjutant des Herzogs. Am 31. März 1814 wurde er auch englische Kapitän und am 24. Dezember 1814 braunschweigischer Major mit Patent zum 8. Januar 1814. In dieser Funktion begleitete von Normann den Herzog 1815 zum Wiener Kongress. am 14. April 1815 wurde er Kommandeur des Dritten Bataillons. Obwohl er sich auch in der Schlacht bei Waterloo durch besondere Leistungen verdient gemacht hatte, wurde er vom 1. Februar 1816 bis 5. Februar 1824 auf Wartegeld gesetzt. In dieser Zeit erhielt er am 2. Februar 1822 den Abschied aus preußischen Diensten. Am 8. Mai 1822 wurde er in das Braunschweigische Leibbataillon aggregiert und am 21. Februar 1824 zum Kommandeur des Jäger-Bataillons ernannt. Am 18. Dezember 1835 (Patent zum 20. Oktober 1828) wurde er zum Oberstleutnant befördert, am 15. September 1840 (Patent zum 5. Oktober 1837) zum Oberst und 28. September 1841 zum Generalmajor und Kommandanten des Feldkorps. Er wurde am 21. März 1848 zur Disposition gestellt und wurde am 20. Oktober 1851 zum Kommandanten von Braunschweig ernannt dazu erhielt er am 28. Dezember 1851 den Charakter als Generalleutnant.[3]
Normann starb unverheiratet 1855 in Braunschweig.
Literatur
- Reckewell: Normann, Johann Heinrich Ernst Gustav von. In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 455–456.
- Johann Heinrich Ernst Gustav von Normann. In: Otto Könnecke, Paul Zimmermann: Braunschweig in den Jahren 1806–1815. Vieweg, Braunschweig 1890, S. 119–120 (tu-braunschweig.de).
- Geschichte des Herzoglich Braunschweigischen Infanterie-Regiments Nr. 92, Band 1, S. 348f
- Emil Freiherr von Normann, Geschichte der Gesammt-Familie von Normann, S.18 Nr.92
Weblinks
- Johann Heinrich Ernst Gustav von Normann auf virtuelles-kupferstichkabinett.de (Porträt)