Gwideok-ri
Dorf in Südkorea
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Gwideok-ri (kor. 귀덕리, Hanja 歸德里)[1] ist ein Ri auf der südkoreanischen Insel Jejudo.
| Gwideok-ri | |||
|---|---|---|---|
| Koreanisches Alphabet: | 귀덕리 | ||
| Chinesische Schriftzeichen: | 歸德里 | ||
| Revidierte Romanisierung: | Gwideok-ri | ||
| McCune-Reischauer: | Kwidŏk-ri | ||
| Basisdaten | |||
| Provinz: | Jeju-do | ||
| Koordinaten: | 33° 26′ N, 126° 17′ O | ||
| Einwohner: | 1940 | ||
| Gliederung: | 3 Haengjeong-ri | ||
| Karte | |||
| |||
Geografie
Gwideok-ri liegt an der nördlichen Küste der Vulkaninsel Jejudo am Gelben Meer. Der Geumseongcheon folgt der nordöstlichen Ortsgrenze für etwa 1,3 km, bis er ins Meer mündet, und die südliche Grenze folgt dem Flusslauf des Gwideokcheon. Im Südosten grenzt der 143 Meter hohe Flankenvulkan Eodooreum an das Gebiet von Gwideok-ri.[2] Die zwei kleinen Inseln Keunyeo und Jageunyeo aus Vulkangestein befinden sich kurz vor der Küste.[3.1]
Der Ort liegt in der Provinz Jeju und gehört zum Verwaltungsgebiet der Stadt Jeju-si. Es ist Teil der Eup Hallim-eup und grenzt im Südosten und Osten an die Aewol-eup. Im Westen grenzt es an Suwon-ri und Daerim-ri, im Süden an Sangdae-ri, im Südosten an Bongseong-ri und im Osten an Geumseong-ri. Das Ri ist in drei administrative Gebiete aufgeteilt: Gwideok1-ri (35 Ban), Gwideok2-ri (15 Ban) und Gwideok3-ri (9 Ban).[4] Folgende historische Ortsbezeichnungen sind amtlich erfasst:
Geschichte
Vermutlich während der Goryeo-Dynastie entstand in Gwideok-ri ein buddhistischer Tempel, der zu unbekannter Zeit wieder aufgegeben wurde.[5] Auf dem Gebiet von Gwideok-ri wurden Siedlungsüberreste aus der Zeit des Königreichs Tamna gefunden, obwohl es noch keine systematischen Ausgrabungen gab. Es wird vermutet, dass es sich um ein Randgebiet einer größeren Siedlung in Gwakji-ri handelt, das seit der Bronzezeit besiedelt ist.[6][7] Als die Vulkaninsel Biyangdo im Jahr 1002 entstand, bildeten sich unter anderem auf dem Gebiet von Gwideok-ri Siedlungen.[8] Im Jahr 1212 wurde der Ort Seokcheonchon (석천촌; 石淺村) zum Gwideok-hyeon (귀덕현; 歸德縣) ernannt. Daraus wurden später der Eup Hallim-eup und das Gwideok-ri.[1][8]
Beim Hafen Mosalgae befinden sich die Überreste eines 1930 erbauten Leuchtturms, der gemeinschaftlich von nicht mehr arbeitsfähigen Senioren betrieben wurde, die im Gegenzug einen Teil des Fangs der Fischer bekamen.[9]
Am 18. Juli 1996 wurden die ehemaligen Signalfeueranlagen Yeondae (연대; 煙臺) in die Liste der historischen Denkmäler der Provinz Jeju aufgenommen. Dazu zählt auch das Gwideogyeondae in Gwideok-ri.[10]
Infrastruktur
Verkehr
Entlang der Küste führt die Provinzstraße 1132, die bis 2006 die Nationalstraße 12 war.[11][12] Durch das Südende des Ortes führt die Provinzstraße 1136, die bis 2006 die Nationalstraße 16 war.[11][12] Der öffentliche Verkehr beschränkt sich auf mehrere Buslinien.
Mehrere kleine Fischereihäfen befinden sich an der Küste. Geschützt von den Inseln Keunyeo und Jageunyeo ist Mosalgae der größte Hafen. Auf Keunyeo befindet sich der Geobuk-Leuchtturm, ein Wahrzeichen von Gwideok-ri.[3.1]
Bildung
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | Bewohner | Haushalte | Quelle |
|---|---|---|---|
| 2025 (Oktober) | 1940 | 1079 | [15] |
Persönlichkeiten
- Go Tae-ri (1912–1932), antijapanischer Aktivist, Träger des „Ordens für Verdienste um die Staatsgründung – Medaille der Patriotischen Hingabe“.[3.2][16]
- Kim Dae-won (1910–1958), Politiker, antijapanischer Aktivist, Träger des „Ordens für Verdienste um die Staatsgründung – Medaille der Patriotischen Hingabe“.[17]
- Kim Yeong-don (1934–2001), Professor, Forscher der Folklore von Jejudo.[18]
- Sin Cheol-ju (1938–2005), Politiker, ehemaliger Landrat von Bukjeju-gun.[19]
