Gymnocalycium

Pflanzengattung in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Gymnocalycium ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Der botanische Name leitet sich von den griechischen Worten γυμνός (gymnos) für nackt und κάλυξ (kalyx) für Becher ab und bedeutet „Nackter Blütenkelch“.

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Beschreibung

Die Arten der Gattung Gymnocalycium sind niedrig wachsende, gewöhnlich einzelne oder manchmal kleine Polster bildenden Pflanzen mit kugelförmig, gedrückt-kugelförmig bis kurzzylindrischen Stämmen. Die 4 bis 15 (selten mehr) Rippen sind gewöhnlich breit gerundet, häufig gewunden, hin und wieder warzig und haben häufig ein „Kinn“ genau unterhalb der Areolen. Die Dornen sind sehr variabel.

Die sich tagsüber öffnenden, trichter- oder glockenförmigen Blüten erscheinen am oder nahe beim Scheitel. Sie sind weiß oder rosa, manchmal auch gelb oder lebhaft rot. Der Blütenbecher und die Blütenkrone sind mit einigen wenigen großen, breiten und stumpfen Schuppen besetzt, die häutige Ränder aufweisen. Die Areolen sind kahl. Die Blütenhülle ist für gewöhnlich ausgebreitet.

Die Staubblätter bilden zwei Kreise. Der erste umgibt die Nektarkammer, der zweite ist nahe der Öffnung der Blütenkrone angeheftet. Die länglichen bis kugelförmigen Früchte sind trocken oder fleischig und verschiedenartig aufspringend. An ihnen haftet ein dauerhafter Blütenrest. Die Samen sind sehr variabel. Ihre Farbe reicht von braun bis schwarz, die Größe von ziemlich klein bis verhältnismäßig sehr groß.

Systematik und Verbreitung

Die Arten der Gattung Gymnocalycium sind in Bolivien, im Süden von Brasilien, in Paraguay, Uruguay und Argentinien verbreitet.

Die Erstbeschreibung wurde 1844 von Ludwig Mittler in der Schreibweise „Gymnocalicium“ veröffentlicht.[1] Die Typusart der Gattung ist Gymnocalycium gibbosum.

Systematik nach N.Korotkova et al. (2021)

Die Gattung umfasst folgenden Arten:[2]

Gymnocalycium cabreraense VoS2122
Gymnocalycium esperanzae VoS1791

Ein Synonym der Gattung ist Brachycalycium Backeb. (1942).[3]

Systematik nach E.F.Anderson/Eggli (2005)

Die Gattung wird meist in die sechs Untergattungen Gymnocalycium subg. Gymnocalycium, Gymnocalycium subg. Macrosemineum, Gymnocalycium subg. Microsemineum, Gymnocalycium subg. Muscosemineum, Gymnocalycium subg. Pirisemineum sowie Gymnocalycium subg. Trichomosemineum gegliedert und umfasst folgende Arten:[4]

Ein Synonym der Gattung ist Brachycalycium Backeb. (1942).[5]

Nachweise

Weiterführende Literatur

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