Gyropalette
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Eine Gyropalette ist eine mechanische Vorrichtung zur Rüttelung (Remuage) von Schaumweinflaschen bei der Herstellung von Sekt oder Champagner.
Funktionsweise
Gyropaletten sind spezielle Stahlkäfige oder Rüttelrahmen, in welche die Flaschen eingeklemmt werden. Die Flaschen werden computergesteuert mittels Elektromotoren in regelmäßigen Abständen gedreht und gekippt, wodurch die abgestorbenen Hefezellen allmählich in den Flaschenhals befördert werden. Am Ende der Flaschengärung wird das im Flaschenhals angesammelte Hefesediment entfernt (Dégorgement). Die Gyropalette ist eine effizientere Alternative zum traditionellen manuellen Rütteln: während das manuelle Rütteln mehrere Wochen dauern kann, verkürzt die Gyropalette den Prozess auf wenige Tage. Durch die maschinelle Rüttelung wird die gleichmäßige Behandlung aller Flaschen und somit eine konsistente Qualität des Schaumweins gewährleistet.[1][2][3]
Geschichte
Das Prinzip der Gyropalette wurde 1968 von den französischen Winzern Claude Cazals und Jacques Ducion zum Patent angemeldet. Trotz anfänglicher Skepsis etablierte sich die Gyropalette ab den 1970er Jahren als wichtiges Werkzeug in der Schaumweinherstellung.[1]
Neue Verfahren, wie die Verwendung von Alginaten, machen Gyropaletten für bestimmte Produktionsschritte inzwischen überflüssig.[1]
Weblinks
- The Gyropalette auf YouTube