Gyula Kornis

ungarischer Philosoph, Universitätsprofessor und Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Gyula Kornis (* 22. Dezember 1885 in Vác; † 17. April 1958 in Budapest) war ein ungarischer Philosoph, Universitätsprofessor und Politiker. Er war 1938 Präsident des Abgeordnetenhauses und 1945 Präsident der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA).

Gyula Kornis, 1939

Leben

Kornis studierte bis 1907 in Budapest, promovierte und lehrte sechs Jahre lang am Piaristengymnasium. Ab 1914 war er Privatdozent und erhielt an der Universität Budapest die Habilitation. 1916 wurde er Hochschullehrer für Philosophie an der Universität in Pozsony und war Mitbegründer der Fakultät für Philosophie, deren Dekan er 1917 wurde. Von 1920 bis 1947 war er ordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Budapest.

1927 wurde er von Kultusminister Kunó Klebelsberg zum Staatssekretär in seinem Ministerium ernannt. Anschließend war er von 1931 bis 1939 als Mitglied der Nemzeti Egység Pártja (Nationale Partei der Einheit) Parlamentsabgeordneter seiner Geburtsstadt Vác. 1934 wurde er Mitglied der Kisfaludy-Gesellschaft und war 1938 für wenige Monate Präsident des Abgeordnetenhauses. Nach der deutschen Besetzung Ungarns 1944 wurde er von der Gestapo inhaftiert und nach dem Zweiten Weltkrieg 1951 von den Kommunisten nach Poroszló im Komitat Heves zwangsumgesiedelt.

Literatur

  • Ágnes Kenyeres et al.: Kornis Gyula. In: Magyar életrajzi lexikon. Akadémiai Kiadó, Budapest 1994 (arcanum.com).
  • Dr Kornis Gyula. In: István Haeffler (Hrsg.): Országgyűlési Almanach az 1935–40. évi Országgyűlésről. Magyar Távirati Iroda, Budapest 1940, S. 300 f. (hungaricana.hu).
Commons: Gyula Kornis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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