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Gyula Tóth (Ringer)

ungarischer Ringer From Wikipedia, the free encyclopedia

Gyula Tóth (* 16. April 1927 in Salgótarján, Königreich Ungarn; † 18. März 2001 in Budapest) war ein ungarischer Ringer und Trainer. Er gewann bei Olympischen Spielen und bei Weltmeisterschaften jeweils eine Bronzemedaille.

Sportliche Karriere

Der 1,62 Meter große Tóth kämpfte für den Budapesti Honvéd SE. Seine Gewichtsklasse war das Leichtgewicht bis 67 Kilogramm. Er war sowohl im Freistil als auch im Grecostil erfolgreich. Im Freistil gewann er zehn Landesmeistertitel, wobei er 1953 in beiden Stilarten den Titel gewann.

Bei den Weltmeisterschaften 1954 in Tokio, die nur im freien Stil ausgetragen wurden, belegte er den fünften Platz.[1] Zwei Jahre später bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne trat Tóth in beiden Stilarten an. Im zuerst ausgetragenen Freistilturnier gewann er seinen ersten Kampf und unterlag dann dem späteren Olympiasieger Imam-Ali Habibi aus dem Iran. Mit einem Sieg in der dritten Runde über den Schweden Olle Anderberg und einem Sieg in der vierten Runde über Jay Thomas Evans aus den Vereinigten Staaten erreichte Tóth die Medaillenkämpfe. Trotz einem Punktsieg über den bis dahin führenden Alimbeg Bestajew aus der Sowjetunion schied Tóth aus und belegte den vierten Platz hinter Bestajew.[2] Im Grecoturnier schulterte Tóth in der ersten Runde den Rumänen Dumitru Gheorghe. In der zweiten Runde bezwang er Wladimir Rosin aus der Sowjetunion nach Punkten, in der dritten Runde folgte ein Punktsieg über den Österreicher Bartholomäus Brötzner. In seinen letzten beiden Kämpfen gegen den Türken Rıza Doğan und den Finnen Kyösti Lehtonen wurde Tóth jeweils geschultert. Lehtonen gewann Gold vor Doğan und Tóth, Brötzner belegte den vierten Rang.[3]

1957 bei den Weltmeisterschaften in Istanbul im Freistil erreichte Tóth den vierten Platz.[4] 1958 wurden die Weltmeisterschaften in Budapest im Grecostil ausgetragen. Rıza Doğan siegte vor Wiktor Wasin aus der Sowjetunion, Tóth wurde Dritter vor Dumitru Gheorghe.[5] 1959 wurde Tóth Vierter bei den Freistil-Weltmeisterschaften in Teheran.[6] Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom trat Tóth nur im Freistil an und schied nach zwei Niederlagen in den beiden ersten Kämpfen aus.[7]

Im Jahr 1970 erhielt er ein Diplom als Fachtrainer im Bereich Ringen und 1973 die Auszeichnung Meistertrainer.

Literatur

  • Péter Kozák: Tóth Gyula. In: Ki kicsoda a magyar sportéletben? 3 (S–Z). Babits Kiadó, Szekszárd 1994, S. 226–227 (ungarisch).

Fußnoten

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