Gängeviertel (Hamburg)
Stadtviertel in Teilen der Hamburger Altstadt und Neustadt
From Wikipedia, the free encyclopedia
Als Gängeviertel wurden in Hamburg mehrere besonders eng bebaute Wohnquartiere in weiten Teilen der Altstadt und Neustadt bezeichnet. Die größtenteils mit Fachwerkhäusern bebauten Viertel entstanden seit dem 16./17. Jahrhundert durch zunehmende Verdichtung der noch mittelalterlich kleinteilig strukturierten Stadt und erreichten im 19. Jahrhundert ihre größte Ausdehnung. Die Bezeichnung als „Gängeviertel“ beruhte darauf, dass die Wohnungen oft nur durch schmale Gassen, zum Teil verwinkelte oder labyrinthartige Hinterhöfe, Torwege und die namensgebenden Gänge („Twieten“) zwischen den Häusern zu erreichen waren. In den Vierteln wohnten meist mittlere und ärmere Bevölkerungsschichten, zudem war oft kleinteiliges Gewerbe hier ansässig.

Aufgrund der schlechten hygienischen Zustände, aber auch aus sozialen und politischen Erwägungen begannen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erste Flächensanierungen durch Abriss. Die letzten Gängeviertel wurden nach dem Zweiten Weltkrieg für den Bau des Emporio-Hochhauses und der Ost-West-Straße abgerissen. Nur wenige vereinzelte Bauten dieser historischen Gängeviertel sind bis heute im Stadtgebiet erhalten, darunter die Krameramtsstuben unmittelbar beim „Michel“.
Das heute vielfach als „Gängeviertel“ bezeichnete Quartier zwischen Valentinskamp, Caffamacherreihe und Speckstraße ist hingegen kein Gängeviertel im eigentlichen Sinne mehr gewesen. Vielmehr handelt es sich hier größtenteils um ein gemischtes Wohn- und Gewerbegebiet in Blockrand- und Terrassenbauweise aus dem späten 19. Jahrhundert, das die historischen Gängeviertel an dieser Stelle bereits bis auf wenige Einzelhäuser (z. B. Valentinskamp 33/34) verdrängt hatte.[1]
Geschichte
Entstehung
Die ersten Gängeviertel entstanden im 16. Jahrhundert im Gebiet der östlichen Altstadt (St. Jacobi-Kirchspiel), als erstmals Hinterhöfe und Gärten mit einfachen Buden(reihen) bebaut wurden, die nur durch Torwege im Vorderhaus mit der Straße verbunden waren. Viele dieser frühen Wohnhöfe waren sogenannte Testaments- oder Gotteswohnungen, die von wohlhabenden Bürgern für die ärmere Bevölkerung gestiftet wurden. Zwei der ältesten Stiftungen dieser Art waren die Dirck-Koster-Testamentswohnungen in der Spitalerstraße und Anna Büring's Testamentswohnungen in der Steinstraße, beide im Jahr 1537 gestiftet.[2] Auch die in Hamburg als „Ämter“ bezeichneten Handwerkszünfte errichteten solche preiswerten oder kostenlosen Wohnungen für die Hinterbliebenen ihrer verstorbenen Mitglieder, ein Beispiel hierfür sind die bis heute erhaltenen Krameramtsstuben.
Seit dem 17. Jahrhundert wurde dann vor allem die neu in den Festungsring aufgenommene und anfangs noch ländlich strukturierte Neustadt immer dichter bebaut; hier erstreckten sich die Gängeviertel schließlich vom Elbufer bis zum Dammtor im Norden. Mit zunehmender Bevölkerung wurden die anfangs noch eingeschossigen Buden später aufgestockt; so entstanden die sogenannten Sahlhäuser, bei denen die oberen Stockwerke („Sähle“) in der Regel über eigene Zugänge von der Straße verfügten. Mit dem Übergang von der traditionellen Ständer- zur Stockwerkbauweise wurden immer mehr Stockwerke möglich, die oft nach oben auskragend die ohnehin schon schmalen Gassen immer weiter verengten und verdunkelten.[3]
Sanitäre Probleme
Neben der Enge und Überbevölkerung litten die Gängeviertel vor allem unter einer mangelhaften Wasserver- und -entsorgung. Da die Häuser sehr eng beieinander standen, war ein Verkehr mit Fuhrwerken oder Karren nur in sehr eingeschränkter Weise möglich. Die Bewohner wurden entweder von Wasserträgern mit Trinkwasser versorgt oder schöpften ihren täglichen Bedarf direkt aus den Flüssen und Fleeten. Diese innerstädtischen Kanäle nahmen aber auch Kot und Unrat in jeder Form auf. Hinzu kam, dass die tiefer gelegenen Bereiche der südlichen Alt- und Neustadt bei Sturmfluten und Elbehochwassern regelmäßig überschwemmt waren, was die ohnehin katastrophalen sanitären Verhältnisse zusätzlich belastete. Nicht zuletzt deshalb galten die Gängeviertel bereits im 18. und frühen 19. Jahrhundert als Brutstätten für Seuchen wie etwa die Cholera, die hier lange vor der großen Epidemie von 1892 wiederholt zahlreiche Opfer forderte.[4]
Bereits 1797 hatte der französische Arzt Jean-Joseph Menuret ein Buch veröffentlicht, das in der deutschen Übersetzung den Titel Versuch über die Stadt Hamburg in Hinsicht auf die Gesundheit betrachtet oder Briefe über die medicinisch-topographische Geschichte dieser Stadt trug. Anlässlich der Choleraepidemie von 1892 beschrieb Robert Koch seinen Eindruck mit den Worten, er habe noch „in keiner anderen Stadt (…) solche ungesunden Wohnungen, Pesthöhlen und Brutstätten angetroffen. (…) Ich vergesse, dass ich in Europa bin.“[5]
Die Epidemie von 1892, aber auch politische Anlässe wie die Maiunruhen 1890 oder der Hafenarbeiterstreik von 1896/97 veranlassten Senat und Bürgerschaft schließlich zu einer planmäßigen und umfassenden Flächensanierung (sprich: Abriss) der Gängeviertel.
Sanierung und Abriss
Der Abriss der Gängeviertel vollzog sich in mehreren Wellen und begann auch schon lange vor der Choleraepidemie von 1892:

- Eine erste, noch rein privat organisierte Flächensanierung erfolgte ab 1866 durch die Gebrüder Wex, die zahlreiche Grundstücke östlich des Großneumarkts aufkauften, die heutige Wex- und Brüderstraße als Durchbruchstraßen neu anlegten und bis 1876 mit repräsentativen Etagenhäusern bebauten.[6] Den Plan dazu hatte der Rechtsanwalt Heinrich Asher bereits 1865 in seiner Denkschrift Das Gängeviertel und die Möglichkeit, dasselbe zu durchbrechen veröffentlicht.[7]
- 1883–88 wurde das zur Altstadt gehörende Quartier auf den Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm für den Bau der Speicherstadt abgerissen. Während der Wandrahm ursprünglich als gutbürgerliche Wohngegend galt, gab es auf dem Kehrwieder auch ein kleineres Gängeviertel. Insgesamt 24.000 Menschen verloren ersatzlos ihre Wohnungen und mussten sich eine neue Bleibe in den ohnehin überbelegten Gängevierteln der Alt- oder der Neustadt suchen oder ihr hafen- und damit arbeitsnahes Wohnen aufgeben.
- 1890–93 wurde mit der Kaiser-Wilhelm-Straße eine weitere Durchbruchstraße durch das Gängeviertel der nördlichen Neustadt angelegt. Diese Maßnahme diente ebenso wie die etwa zeitgleich erfolgte „Wallregulierung“ (Bau von Holstenwall und Gorch-Fock-Wall) in erster Linie der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, führte aber dennoch zum Abbruch zahlreicher altersschwacher Häuser und einer weiteren Dezimierung der Gänge und Höfe.
- Nach der Choleraepidemie von 1892 wies die Stadt drei große Sanierungsgebiete aus: Den Anfang machte das Gängeviertel der südlichen Neustadt (1903–1914) zwischen Landungsbrücken, Schaarmarkt und Herrengrabenfleet; die damals dort neu errichteten Straßenzüge bilden heute das sogenannte Portugiesenviertel.

- Alsdann begann man in der nördlichen Altstadt mit dem Bau der Mönckebergstraße (1908–1914) als neuer Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Rathaus. Die Stadt erwarb die notwendigen Grundstücke, führte unter Berücksichtigung der bereits 1890 begonnenen Planung der Hochbahn die nötigen Infrastrukturmaßnahmen zügig durch und versteigerte die freigewordenen Grundstücke an die Meistbietenden. Das weitere Geschehen überließ man dem Markt und hoffte dabei, dass sich die ehemaligen Bewohner entweder in den restlichen Gängevierteln oder aber in den gerade entstehenden neuen Arbeitersiedlungen in Barmbek oder auf der Veddel niederlassen würden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde dieses Vorhaben in der südlichen Altstadt fortgesetzt, wo zwischen 1921 und 1939 das heute so bezeichnete Kontorhausviertel entstand.

- Das Gebiet zwischen Großneumarkt und Kaiser-Wilhelm-Straße (nördliche Neustadt) wurde in den 1930er Jahren unter nationalsozialistischer Herrschaft saniert. Hier hatte sich im letzten verbliebenen Gängeviertel ein geschlossenes Milieu der Hamburger Arbeiterschaft erhalten, das nicht nur als Hochburg der KPD galt („Klein-Moskau“), sondern auch als Brutstätte von Prostitution und Kriminalität („Verbrecherviertel“). Auch der Abriss der Hauptsynagoge Kohlhöfen und anderer Zeugnisse jüdischen Lebens gehörte zu den erklärten Zielen, wenngleich sich das Zentrum des jüdischen Lebens in Hamburg inzwischen fast vollständig in das außerhalb der alten Kernstadt gelegene Grindelviertel verlagert hatte. Anschließend wurden hier neue Straßen und kleinstädtisch anmutende Wohnblöcke im Heimatschutzstil errichtet, die mit Straßennamen und Raumbildungen zumindest teilweise einen Bezug zu den abgerissenen Quartieren herzustellen versuchten.
Letzte verbliebene Reste des Quartiers gingen im Zweiten Weltkrieg verloren oder wurden 1958–1964 zugunsten des Baus des Unilever-Hauses und der Errichtung der Ost-West-Straße beseitigt.
Zitate
„Schreiber dieses suchte neulich Arme in Hamburg auf. Sein Weg führte ihn in eine enge Durchpassage mit hohen Häusern zu beiden Seiten, links und rechts Wohnung über Wohnung und wieder Wohnung in der anderen, fast alle eng neben- und ineinander geschachtelt... Die scheußlichste Pestluft aus den Gossen erfüllt zuzeiten die enge Straße, in welcher die Bewohner einander in die Fenster sehen. Unter manchen dieser Häuser sind wieder Eingänge in neue Labyrinthe. Nur gebückt ist das Innere dieser zweiten Höfe zu erreichen. Als ich in einen dieser Gänge eingetreten war, waren links und rechts Fenster und Türen geöffnet, Lärmen, Schelten und Zuschauer und Zuhörer für beides, Alte und Kinder, Dirnen und Jungen bildeten die Bevölkerung zwischen den zusammengehenden Mauern. Wieder links ab war eine noch engere von Wohnungen gebildete Linie; der Atem wurde von der Stickluft, die sich an dieser Stelle entwickelt hatte, gehemmt; hier wohnte rechts die gesuchte Familie in einer förmlichen Höhle; im untern Teile der elenden Baracke war fast im Finstern ein zusammengelaufenes Paar einquartiert, eine Art Hühnertreppe führte nach oben, wo wieder zwei bis drei voneinander unabhängige Partien ihr Obdach hatten; alles strotzte von Schmutz aller Art an Wänden, Fenstern, Fußböden; 5 Kinder und 3 Weiber und ein kaum herangewachsener Bube mit seiner Dirne aßen und tranken hier durcheinander. Frechheit, Verzweiflung und völliger Stumpfsinn warfen dunkle Schatten auf die Gesichtszüge der Versammelten, um das Bild des leiblichen und sittlichen Elends, das hier hauste, zu vollenden.“
„Hätte doch die Feuersbrunst im Jahre 1842 lieber diese elenden, ungesunden Baracken, als so manche Straße mit geräumigen schönen Häusern zerstört.“
„Sicherlich war das alte Hamburg in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine entzückende malerische Stadt gewesen (...) von Rückwärts betrachtet aber voller Schwären und gräulichen Gewürms. Allmählich waren die großen Blöcke, welche die Häuser der Stadt ursprünglich als weite Gärten umschlossen, völlig zugebaut von einem Wirrwarr kleiner 'Wohnhöfe' und Gassen. Der ganze Bevölkerungszuwachs wurde auf diese Weise (...) in den ursprünglichen Organismus hineingestopft..."“
Bauliche Überreste

Von den einst ausgedehnten Gängevierteln sind nur wenige bauliche Überreste erhalten geblieben:
Bäckerbreitergang
Fachwerk-Traufenhäuser auf der Westseite des Bäckerbreitengangs und Eckhaus Dragonerstall (zweite Hälfte des 18. / Anfang des 19. Jahrhunderts). Diese sowie die in unmittelbarer Nähe gelegenen Gebäude zwischen Valentinskamp, Caffamacherreihe und Speckstraße stehen seit 1953 unter Denkmalschutz.[11]
Krameramtsstuben
Eine letzte geschlossene Hofbebauung mit Fachwerkbauten aus dem 17. Jahrhundert ist mit den Krameramtsstuben in der Nähe der Hauptkirche Sankt Michaelis erhalten geblieben.[12]
Paradieshof
Das barocke Wohngebäude am Alten Steinweg 11 wurde 1761 erbaut und zählt zu den „letzten Zeugnissen vorindustriellen Mehrfamilien-Wohnungsbaus“ in Hamburg. / Fachwerkbau mit Fassade aus rotem Backstein und zwei reich geschmückten Giebeln / 1945 zerstörten Bomben einen Teil der Giebel und einen großen Teil der Hofbebauung, Giebelreste aus Sicherheitsgründen ganz abgetragen, in 1980ern Verkauf auf Abriss geplant und nach Besetzungsaktion in den 1990er Jahren rekonstruiert.[13]
Sogenanntes „Gängeviertel“ am Valentinskamp

Zu einer öffentlichen Wahrnehmung gelangte der Gebäudekomplex zwischen Valentinskamp, Caffamacherreihe und Speckstraße, der nicht mehr dem historischen Gängeviertel zuzurechnen ist und seit ca. 2002 leergestanden hatte, nachdem er 2008 von der Stadt an den niederländischen Investor Hanzevast Capital verkauft worden war. Zu dem Komplex zählten die zwischen 1987 und 2001 unter Denkmalschutz gestellten Gebäude am Valentinskamp 34 und 34a und ein spätgründerzeitliches Fabrikgebäude, Schier’s Passage (Valentinskamp 35, 36, 37, 38, 38 a–f, 39) als Gesamtanlage aus Vorderhaus mit Hofbebauung und Gewerbebau aus der Zeit von 1846 bis 1865, sowie die spätgründerzeitlichen Etagenhäuser Caffamacherreihe 37–39/43–49 des Architekten Carl Feindt. Die zwölf Häuser mit weitgehend originaler Altbausubstanz sollten laut Planungen zu 80 % abgerissen, der Rest sollte saniert und aufgestockt werden.[14]
Ab August 2009 besetzten unter der Schirmherrschaft von Daniel Richter etwa 200 Künstler das Viertel und forderten sowohl Raum für Kreative als auch den kompletten Erhalt der historischen Gebäude.[15][16] Eine Initiative namens Komm in die Gänge wollte „ein selbstverwaltetes, öffentliches und lebendiges Quartier mit kulturellen und sozialen Nutzungen“ schaffen.[17] Die einvernehmliche Rückabwicklung des Verkaufs durch den Hamburg Senat mit Erstattung von knapp 2,8 Millionen Euro an der Investor ermöglichte eine „Projektkonzeption mit breiterem öffentlichen Konsens“.[18]

Zu dem Quartier, aber nicht zur Ver- und Rückkaufsmasse, gehörte auch das denkmalgeschützte Gebäude Valentinskamp 40–42, bestehend aus Vorderhaus, Zwischenbau und Saaltrakt. In dem Gebäude wurde seit 1809 ein Theater betrieben, das später als Tütge’s Etablissement auch über Hamburg hinaus bekannt wurde. 1897 wurde im Saal der SPD-Parteitag abgehalten.[19] In den 1920er Jahren waren Redaktion und Druckerei der Hamburger Volkszeitung dort untergebracht. 2005 wurde der Saal als Theater Hamburger Engelsaal wiederbelebt. Bis 2011 entwickelte sich das Ensemble und dessen Umgebung bis hin zum Großneumarkt durch den Zuzug verschiedener Galerien und die Nutzung vormals leerstehender Ladenräume als Ateliers durch Hamburger Künstler zu einem Kultur- und Kunstzentrum Hamburgs.[20]
Im Herbst 2013 wurde eine umfangreiche Grundsanierung der Gebäude eingeleitet, die, beginnend mit dem Ensemble in der Caffamacherreihe 43–49, acht Jahre dauerte und rund 20 Millionen Euro kostete. Geplant war die Errichtung von 80 preisgünstigen Wohnungen, Künstlerateliers und Gewerberäumen. Eine von den örtlichen Künstlern gegründete Genossenschaft sollte die Häuser nach der Sanierung verwalten.[21]
Die Fachwerk-Traufenhäuser auf der Westseite des Bäckerbreitengangs und das Eckhaus Dragonerstall (zweite Hälfte des 18. / Anfang des 19. Jahrhunderts) stehen, ebenso wie die in unmittelbarer Nähe gelegenen Gebäude zwischen Valentinskamp, Caffamacherreihe und Speckstraße, seit 1953 unter Denkmalschutz.[22]
Literatur
- Geerd Dahms: Das Hamburger Gängeviertel. Unterwelt im Herzen der Großstadt, Osburg Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-940731-53-1.
- Geerd Dahms, Dieter Rednak: Die Gängeviertel im Schatten des Michels. Die Hamburger Neustadt, Osburg Verlag, Hamburg 2013, ISBN 978-3-95510-027-8.
- Gängeviertel e. V. (Hrsg.): Mehr als ein Viertel. Ansichten und Absichten aus dem Hamburger Gängeviertel, Hamburg/Berlin 2012, ISBN 978-3-86241-418-5.
- Michael Grüttner: Die Hütten der Armut und des Lasters. In: Volker Plagemann, Hrsg.: Industriekultur in Hamburg. Des Deutschen Reiches Tor zur Welt. München 1984, S. 224–243.
- Michael Grüttner: Soziale Hygiene und Soziale Kontrolle. Die Sanierung der Hamburger Gängeviertel 1892–1936. In: Arno Herzig, Dieter Langewiesche, Arnold Sywottek (Hrsg.): Arbeiter in Hamburg. Unterschichten, Arbeiter und Arbeiterbewegung seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Hamburg 1983, S. 359–371.
- Jakob Loewenberg: In Gängen und Höfen. Eine Hamburger Erzählung. 2. Auflage, Verlag W. Glogau, Hamburg 1907, S. 96, (Digitalisat)
- Elke Pahl: Die Zerstörung des Gängeviertel – ein Versuch, Hamburger Hafenarbeiter über ihre Wohnungen zu kontrollieren. Autonomie 3, Hamburg/Tübingen 1980.
- Jörg Schilling, Christoph Schwarzkopf: Das (die) Gängeviertel (hamburger bauheft 18), Hamburg 2016, ISBN 978-3-944405-27-8. (2. erw. Aufl. 2026, ISBN 978-3-944405-79-7)
Weblinks
- das-gaengeviertel.info – Informationen der Gängeviertel-Initiative
- Gängeviertel 1958 auf YouTube, 10. Dezember 2013 (Reportage des Abrisses).