Görries Döhren
deutscher Zinngießer
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Görries Döhren, auch Georg Döhren (* 17. Jahrhundert; † 1683), war ein deutscher Zinngießer.
Leben
Döhren wurde bereits 1668 in der Bürgerrolle der Stadt Magdeburg als Zinngießer und Bürgersohn geführt. In diesem Jahr heiratete er auch in der Ulrichskirche. 1669 wurde er Meister. Außerdem war er auch Brauherr und als solcher im Innungskinderbuch der Brauer und Bäcker verzeichnet. 1673 gehörte ihm das Haus Tischlerbrücke 7[1] und zumindest ab 1681 auch das Brauhaus Zum bunten Ochsen in der Rotekrebsstraße 39.[2] 1682 heiratete er ein zweites Mal, diesmal in der Johanniskirche. Er verstarb 1683. Seine Witwe heiratete mit Georg Carl Strobel einen anderen Zinngießer.
Werke
Von seinen Arbeiten sind zumindest zwei erhalten. Er verwendete zwei unterschiedliche Marken. Eine gibt das Jahr 1669 als Erwerb seines Meisterbriefs an. Die andere weist die Datierung 1676 auf.
| Jahr | Beschreibung | ursprünglicher Nutzungsort | heutiger Aufbewahrungsort | Bild |
|---|---|---|---|---|
| 1674 | Zunftrörken der Brillenmacher, 22 Zentimeter hoch, gedrückter, bauchiger Stand, darüber profilierter sich konisch erweiternder Korpus, graviertes Zunftwappen der Optiker, seitliche Inschrift Jacob v. Velde und Datierung 1674, der Deckel gewölbt und getreppt, Bandhenkel und durchbrochen ausgeführte Daumenrast[3] | Privatbesitz[4] | ||
| 1680 | Taufschale mit einem Durchmesser von 58 Zentimetern[5] | Kreismuseum Jerichower Land | ||
Literatur
- Manfred Nehrkorn, Magdeburger Zinngießer von 1386 bis 1931, magdeburger museumshefte 6, Magdeburger Museen, Magdeburg 1996, ISBN 3-930030-21-7, Seite 32.