Günter Dührkop
deutscher Maler und Grafiker
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Leben
Nach dem Oberrealschul-Abschluss wurde Dührkop zum Reichsarbeitsdienst und dann zur Wehrmacht einberufen. Zuerst war er in den Niederlanden und dann im Weichselbogen im Einsatz. Dort erlitt er eine schwere Verwundung, die ihn zeitlebens behinderte. Sein kurzzeitiger Aufenthalt als Soldat in Italien gab vielleicht einen wesentlichen Impuls für seine spätere Entwicklung als Maler.
Nach seiner Rückkehr nach Lauscha arbeitete er einige Zeit bei seinem Vater in dessen Lebensmittelgeschäft. Nebenbei beschäftigte er sich autodidaktisch mit Malerei. Bei dem Plastiker und Glastier-Gestalter Theo Boehm und bei dem Maler und Glasbläser Ernst Precht holte er sich viele Anregungen, bevor er als Lehrkraft für Zeichnen bei der Ausbildung von Glasbläserlehrlingen mitwirkte.
Als er an der Weimarer Staatlichen Hochschule für Baukunst und Bildende Künste seine Arbeiten vorlegte, war man positiv überrascht, so dass er von der dort tätigen Auswahlkommission bereits 1951 als Kandidat in den Verband Bildender Künstler der DDR aufgenommen wurde. Von 1954 bis 1990 war er Vollmitglied. Dührkop arbeitete als freischaffender Künstler in Lauscha und gab auch privaten Zeichenunterricht. Einer seiner Schüler war der spätere Glasgestalter Peter Fiedler.
1977 wurde Dührkop mit dem Max-Reger-Preis geehrt.
Ausstellungen seiner Werke waren in Arnstadt, Eisfeld, Meiningen, Suhl, Bad Köstritz, Lauscha, Sonneberg, Eisenberg, Jena, Rausdorf, Oppurg und Smoljan zu sehen.
Werkbeispiele
Tafelbilder
- MTS Oberlind beim Nachtdrusch (um 1958, Öl)[1]
- Lauschaer Häuser im Winter (1963, Öl, 78 × 93 cm)[2]
- Stillleben mit Cosmea (1966, Öl)[3]
- Drei Mädchen im Park (1968, Öl; Galerie Neue Meister Dresden)[4]
- Die Familie Konrad Knebel (1976, Öl, 118 × 130 cm; Kunstarchiv Beeskow)[5]
- Bildnis K. Knebel (1978, Öl, 110 × 80 cm)[6]
Architekturbezogene Werke
- Liebe im Wandel der Zeiten (1964; Wandgestaltung, Aluminium, gestanzt und geätzt, 4,00 × 4,00 m; mit Franz Kürschner und Ali Kurt Baumgarten; Suhl, Rückwand der Bar des Interhotels "Thüringen-Tourist")[7]
- Zugvögel (1965; vorgehängtes Relief, Aluminium, Kupfer, getrieben und geglättet; mit Kürschner und Baumgarten; Suhl, Hotelhalle des Interhotels "Thüringen-Tourist")[8]
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1957: Berlin, Ausstellungspavillon Werderstraße („Junge Künstler der DDR“)
- 1958/1959, 1967/1968, 1972/1973 und 1977/1978: Dresden, Deutsche Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR
- 1969: Leipzig („Kunst und Sport“)
- 1971, 1975 und 1984: Suhl, Bezirkskunstausstellungen
Literatur
- Dührkop, Günter. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 30, Saur, München u. a. 2001, ISBN 3-598-22770-1.
- Dürkop, Günter. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 168