Günter Mai

deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Günter Mai (* 12. Oktober 1926 in Beuthen O.S.) ist ein deutscher Brigadegeneral außer Dienst des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Mai wurde als Sohn eines Obersteuerinspektors geboren.[1] Er besuchte ein humanistisches Gymnasium.[2] Von Oktober 1942 bis Februar 1943 war er Flak-Kanonier in der Batterie 236/VIII, und von Februar 1943 bis März 1944 Luftwaffenhelfer, zuletzt Luftwaffenoberhelfer, in der Batterie 240/VIII in Kamin. Am 28. Juni 1944 trat er als Reserve-Offizier-Bewerber beim Panzer-Pionier-Bataillon 28 in Breslau-Cosel, wo er bis Februar 1945 diente, in die Wehrmacht ein. Von Februar bis April 1945 war er Gruppenführer im Panzer-Pionier-Bataillon 19 und hatte dabei Sondereinsätze als Panzerjagdkommando im Weserbergland und im Harz.

Von April bis Juni 1945 war Mai in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Danach war er landwirtschaftlicher Arbeiter beim Versorgungshaus in Frankfurt am Main und bei Eckert in Kalbach, Hilfskoch und Küchenhilfe bei der Allianz Messe und im Carlton Hotel in Frankfurt am Main, Magazinverwalter im Parksanatorium in Bad Homburg, absolvierte eine Berufsausbildung im Bäckerhandwerk, die er am 29. Juli 1954 mit der Meisterprüfung abschloss, war bei der Gewerbeanstalt Frankfurt am Main, später als Werkmeister, tätig und von August 1955 bis 1956 Leiter Expedition des Möbelhauses Röder.[1]

Am 26. Juli 1956 trat Mai als Fähnrich in die Bundeswehr ein und wurde Gruppenführer und stellvertretender Zugführer im Pionierlehrbataillon in München. Von Oktober 1956 bis Februar 1957 erfolgte die Offizierausbildung an der Heeresoffizierschule I in Hannover und am 25. Februar 1957 die Ernennung zum Leutnant. Von März 1957 bis August 1958 besuchte er die Feldzeug-Truppenschule in Sonthofen und war anschließend bis Januar 1960 Lenkraketentechniker im Artillerielehrbataillon 421 in Eschweiler. Danach war er bis März 1951 Prüfoffizier und Zugführer im Artillerielehrbataillon 1, dass aus dem Artillerielehrbataillon 421 hervorgegangen war, und war von April bis September 1961 zur besonderen Verwendung auf einem Schüleretat an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.[1]

Von Oktober 1961 bis September 1963 absolvierte Mai den 4. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.[3] Danach war er bis September 1967 Generalstabsoffizier für Militärisches Nachrichtenwesen (G 2) und für Personalwesen (G 1) der 7. Panzergrenadierdivision in Unna. Anschließend wurde er Generalstabsoffizier für Logistik (G 4) beim deutschen Anteil des Hauptquartiers Allied Forces Central Europe der NATO in Brunssum in den Niederlanden, war ab Oktober 1970 G 4 im Territorialkommando Nord in Mönchengladbach, ab Juli 1972 Logistik-Stabsoffizier im Territorialkommando Nord, ab April 1973 G 4 des III. Korps in Koblenz, ab April 1975 Chef des Stabes beim Inspizienten den Technische Truppen im Heeresamt in Köln, ab April 1977 stellvertretender General der Technischen Truppe und Gruppenleiter im Heeresamt[1] und ab Oktober 1977 stellvertretender Brigadekommandeur der Panzerbrigade 18 in Neumünster.[4.1]

Im Oktober 1979 wurde Mai Stabsabteilungsleiter V (Logistik) im Führungsstab des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn[4.2] und im Oktober 1980 zum Brigadegeneral ernannt. Ab April 1984 war er Leiter des Materialamtes des Heeres in Bad Neuenahr.[4.3] Mit Ablauf des März 1987 wurde er in den Ruhestand versetzt.[5]

Mai ist verheiratet, katholisch und hat drei Kinder.[2]

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

  • Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 82.
  • Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 326.
  • Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1999 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 3, Laegeler – Quiel. Biblio-Verlag, Bissendorf 2005, ISBN 978-3-7648-2382-5, S. 165.

Einzelnachweise

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