Gürzenich-Orchester

Sinfonieorchester der Stadt Köln From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Gürzenich-Orchester Köln ist das Sinfonieorchester der Stadt Köln, gegründet als Cölner Städtisches Orchester, das in der Spielzeit 2013/2014 sein 125-jähriges Jubiläum feierte.

Geschichte

Namensgeber des Orchesters ist der frühere Konzertsaal, der Gürzenich. Seit 1986 ist das Orchester in der Kölner Philharmonie beheimatet.

In der Tradition der Domkapelle reicht die Geschichte des Orchesters bis ins 15. Jahrhundert zurück. Die 1827 gegründete „Concert-Gesellschaft“ veranstaltete „Winterkonzerte“, aus denen seit 1857 die „Gürzenich-Konzerte“ hervorgingen. Das im gesamten 19. Jahrhundert existierende stadtkölnische Theaterorchester wurde 1888 in städtische Dienste übernommen.

Von der Spielzeit 2003/2004 bis 2013/2014 war der Kölner Generalmusikdirektor Markus Stenz neben der Kölner Oper auch verantwortlich für das Gürzenich-Orchester. Seit Beginn der Spielzeit 2012/2013 ist James Gaffigan, Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters und ständiger Gastdirigent des Radio Filharmonisch Orkest in Hilversum, erster Gastdirigent des Gürzenich-Orchesters.

Ab der Spielzeit 2015/16 übernahm François-Xavier Roth das Amt des Generalmusikdirektors. Sein Vertrag wurde im Mai 2020 verlängert,[1] 2024 wurden jedoch Vorwürfe wegen sexueller Belästigung aus Orchesterreihen gegen ihn erhoben, welche Roth auch eingestand.[2] Der Vertrag wurde in gegenseitigem Vernehmen aufgelöst[3][4], seit der Spielzeit 2025/2026 ist Andrés Orozco-Estrada Generalmusikdirektor der Stadt Köln.[5][6]

Der Orchestermanager Stefan Englert wurde zum 1. September 2018 Geschäftsführender Direktor des Gürzenich-Orchesters und löste damit Patrick Schmeing ab, der bis Ende 2017 das Amt innehatte.[7]

Besondere Angebote

„GO Plus“ heißt ein kostenfreies Angebot im Internet, bei dem ausgewählte live aufgenommene Konzerte des Gürzenich-Orchesters als hochauflösende Videos und als Audiostream erlebt werden können.[8]

Alternativ steht YouTube zur Verfügung.[9]

Gürzenich-Kapellmeister

Bedeutende Uraufführungen

Ehrendirigenten

Auszeichnungen

Das Orchester wurde 2010 Preisträger beim Innovationswettbewerb 365 Orte im Land der Ideen der Deutschen Bank. Ausgezeichnet wurde das seit Mitte Oktober 2005 bestehende weltweit einzigartige Angebot GO live! von Konzertmitschnitten auf CD oder das Herunterladen auf einen MP3-Player rund fünf Minuten nach dem Schlussapplaus. Für die Aufnahme Songs of Fate mit Anna Lucia Richters erhielt das Orchester unter der Leitung von Jordan de Souza (Myrios Classics) den BBC Music Magazine Award 2026 in der Kategorie Vokalmusik.[10]

Literatur

  • Irmgrad Scharberth: Gürzenich-Orchester Köln : 1888–1988. Wienand, Köln 1988, ISBN 3-87909-189-7.
Commons: Gürzenich-Orchester – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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