HMG-CoA-Reduktase

organische Verbindung, Enzym, Protein in Homo sapiens From Wikipedia, the free encyclopedia

HMG-CoA-Reduktase (HMGCR, Abkürzung für 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-Coenzym-A-Reduktase) ist ein Enzym (EC 1.1.1.34), das in Eukaryoten das 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-Coenzym-A mit dem Cosubstrat NADPH zu Mevalonsäure reduziert. Im Menschen ist die Reaktion für die Cholesterinbiosynthese geschwindigkeitsbestimmend. Die Hemmung der HMG-CoA-Reduktase führt daher zur Senkung des Cholesterinspiegels. Als HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren haben sich die Statine durchgesetzt, die sich von dem Naturstoff Lovastatin ableiten, einer der Mevalonsäure verwandten Verbindung.

Schnelle Fakten Eigenschaften des menschlichen Proteins, Bezeichner ...
HMG-CoA-Reduktase
HMG-CoA-Reduktase
Stäbchenmodell des Dimers mit Kalotten: Coenzym A (blau), β-Hydroxy-β-methyl-glutarylsäure (rot) und NADP (grün), nach PDB 1DQA
HMG-CoA-Reduktase

Vorhandene Strukturdaten: s. UniProt

Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 888 Aminosäuren
Sekundär- bis Quartärstruktur Homodimer
Isoformen 2
Bezeichner
Gen-Name
Externe IDs
Transporter-Klassifikation
TCDB
Bezeichnung Steroltransporter-Familie
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
Reaktionsart Redoxreaktion
Substrat 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-CoA + 2 NAD(P)H/H+
Produkte (R)-Mevalonat + CoA-SH + 2 NAD(P)+
Vorkommen
Homologie-Familie HMG-CoA-Reduktase
Übergeordnetes Taxon Eukaryoten
Orthologe
Mensch Hausmaus
Entrez 3156 15357
Ensembl ENSG00000113161 ENSMUSG00000021670
UniProt P04035 Q01237
Refseq (mRNA) NM_000859 NM_008255
Refseq (Protein) NP_000850 NP_032281
Genlocus Chr 5: 75.34 – 75.36 Mb Chr 13: 96.65 – 96.67 Mb
PubMed-Suche 3156 15357

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Das entsprechende, in Bakterien aktive Enzym (EC 1.1.1.88) verwendet NADH als Cofactor. In Pflanzen ist Mevalonat der Ausgangsstoff der Isoprenoide.

Katalysierte Reaktion

HMG-CoA + 2 NADPH/H+Mevalonat + CoA-SH + 2 NADP+

HMG-CoA wird zu Mevalonat reduziert.

Regulation

Die Transkription der HMG-CoA-Reduktase wird von Transkriptionsfaktoren reguliert, die unter Mitwirkung von SCAP (SREBP cleavage activating protein) durch MBTPS1-katalysierte proteolytische Spaltung von SREBPs (sterol regulatory element binding protein) entstehen. SCAP wird durch gebundenes Cholesterin inaktiviert, so dass bei steigender Cholesterinkonzentration die Bildung der HMG-CoA-Reduktase abnimmt. Zusätzlich wird die HMG-CoA-Reduktase durch Bindung von Cholesterin allosterisch gehemmt; Lanosterol, ein Vorläufer des Cholesterins, wirkt ebenfalls als allosterischer Hemmer. Bei zellulärem Energiemangel mit erhöhter AMP-Konzentration wird die HMG-CoA-Reduktase durch AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK) reversibel phosphoryliert und damit inaktiviert; die energieaufwändige Cholesterinsynthese wird so verringert. Bei Cholesterinmangel nimmt die Transkription des HMG-CoA-Reduktase-Gens wieder zu.

Weitere Hormone, die regulierend auf HMG-CoA-Reduktase wirken sind

Weitere Namen

  • 3-Hydroxy-3-methylglutaryl-CoA-Reduktase
  • (S)-3-Hydroxy-3-methylglutaryl-CoA-Reduktase
  • β-Hydroxy-β-methylglutaryl-Coenzym-A-Reduktase[1]

Anmerkungen

Literatur

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