Haageocereus

Pflanzengattung in der Familie der Kakteengewächse From Wikipedia, the free encyclopedia

Haageocereus ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Der botanische Name der Gattung ehrt den deutschen Gärtner, Botaniker und Sachbuchautor Walther Haage.[1]

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Beschreibung

Die Arten der Gattung Haageocereus wachsen strauchartig bis baumähnlich, mit ausgestreckten und kriechenden, der Länge nach hingestreckten, aufsteigenden oder aufrechten Trieben. Die Triebe bestehen aus gewöhnlich vielen Rippen, mit dicht beieinander stehenden Areolen, aus denen reichlich Dornen entspringen. Areolen, aus denen Blüten entstehen, haben oft zusätzliche Borsten.

Die röhren- bis glockenförmigen Blüten sind weiß bis rosa oder rot, öffnen sich in der Nacht und bleiben bis zum nächsten Tag geöffnet. Die Blütenröhre ist kräftig und fleischig. Der Blütenbecher und die Blütenröhre sind mit zahlreichen Schuppen und wenigen bis vielen Haaren besetzt. Die Staubblätter stehen in einem einzigen Kreis.

Die fleischigen, kugelförmigen Früchte sind grün bis rot und mit wenigen Schuppen sowie Haaren besetzt. Der Blütenrest ist ausdauernd. Die eiförmigen Samen sind glänzend schwarz und unregelmäßig grubig.

Systematik und Verbreitung

Die Arten der Gattung Haageocereus sind in niedrigen Höhenlagen in West-Peru und Nord-Chile verbreitet.

Die Erstbeschreibung der Gattung wurde 1934 von Curt Backeberg vorgenommen.[2] Die Typusart der Gattung ist Haageocereus pseudomelanostele.

Systematik nach N.Korotkova et al. (2021)

Die Gattung umfasst folgenden Arten:[3]

  • Haageocereus acranthus (Vaupel) Backeb.
    • Haageocereus acranthus subsp. acranthus
    • Haageocereus acranthus subsp. backebergii N.Calderón
    • Haageocereus acranthus subsp. zonatus (Rauh & Backeb.) Ostolaza
  • Haageocereus albispinus (Akers) Rauh & Backeb.
  • Haageocereus chilensis F.Ritter ex D.R.Hunt
  • Haageocereus ×comosus Rauh & Backeb.
  • Haageocereus decumbens (Vaupel) Backeb.
  • Haageocereus fulvus F.Ritter
  • Haageocereus kagenekii (C.C.Gmel.) Mottram
  • Haageocereus pseudomelanostele (Werderm. & Backeb.) Backeb.
    • Haageocereus pseudomelanostele subsp. aureispinus (Rauh & Backeb.) Ostolaza
    • Haageocereus pseudomelanostele subsp. carminiflorus (Rauh & Backeb.) Ostolaza
    • Haageocereus pseudomelanostele subsp. chryseus D.R.Hunt
    • Haageocereus pseudomelanostele subsp. pseudomelanostele
    • Haageocereus pseudomelanostele subsp. turbidus (Rauh & Backeb.) Ostolaza
  • Haageocereus lanugispinus F.Ritter
  • Haageocereus limensis (Salm-Dyck) F.Ritter
  • Haageocereus platinospinus (Werderm. & Backeb.) Backeb.
  • Haageocereus repens Rauh & Backeb.
  • Haageocereus seticeps Rauh & Backeb.
  • Haageocereus tenuis F.Ritter
  • Haageocereus versicolor (Werderm. & Backeb.) Backeb.

Synonyme der Gattung sind Haageocactus Backeb. (1931, nom. inval.), Loxanthocereus Backeb. (1937), Peruvocereus Akers (1947) und Floresia Krainz & F.Ritter ex Backeb. (1959, nom. inval.).[4]

Systematik nach E.F.Anderson/Eggli (2005)

Zur Gattung gehören die folgenden Arten:[5]

Ein Synonym der Gattung ist Peruvocereus Akers (1947).[6]

Nachweise

Weiterführende Literatur

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