Hachijō-jima

japanische Insel From Wikipedia, the free encyclopedia

Hachijō-jima (japanisch 八丈島) ist eine vulkanische Insel im Pazifischen Ozean. Sie gehört geographisch zu den Izu-Inseln und administrativ zur Stadt Hachijō der Präfektur Tokio.

Schnelle Fakten
Hachijō-jima
Landsat-Aufnahme von Hachijō-jima und Hachijō-kojima
Gewässer Pazifischer Ozean
Inselgruppe Izu-Inseln
Geographische Lage 33° 6′ 34″ N, 139° 47′ 29″ O
Hachijō-jima (Japan)
Hachijō-jima (Japan)
Fläche 69,09 km²
Höchste Erhebung Nishiyama (Hachijō-Fuji)
854,3 m
Einwohner 6977 (1. März 2021)
101 Einw./km²
Hauptort Hachijō
topografische Karte
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Im Strafrecht des Tokugawa-Shogunats diente die Insel als Verbannungsort für Straftäter aus Ostjapan, d. h. der Provinz Mino und östlich davon.[1]

Geographie

Der Berg Nishiyama (Hachijō-Fuji)

Die 69,09 km²[2] große Insel Hachijō-jima liegt im Pazifischen Ozean südlich der Sagami-Bucht und der Izu-Halbinsel.

7,5 km westlich befindet sich die 3,08 km²[2] große Insel Hachijō-kojima (八丈小島, dt. „kleine Hachijō-Insel“). Zur Unterscheidung von dieser wird Hachijō-jima daher auch als Hachijō-honjima (八丈本島, dt. „Hachijō-Hauptinsel“) oder Hachijō-ōshima (八丈大島, dt. „große Hachijō-Insel“) bezeichnet.

Die Insel besteht aus zwei Vulkankegeln, dem 854,3 m hohen Nishiyama (西山, „Westberg“), der aufgrund seiner gleichmäßigen Kegelform auch Hachijō-Fuji (八丈富士) genannt wird, im Nordwesten und dem 700,9 m hohen Higashiyama (東山, „Ostberg“) bzw. Mihara-yama (三原山) im Südosten.

Die 6977 Einwohner (Stand: 1. März 2021) der gleichnamigen Gemeinde leben größtenteils in der Ebene zwischen beiden Vulkankegeln.

Fauna und Flora

Hachijō-jima liegt als Teil der Inselgruppe im Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark.

Sprache

Auf Hachijō-jima wurde der Hachijō-Dialekt gesprochen, der viele archaische Formen der östlichen Dialekte des Altjapanischen bewahrt hat. Ältere Einwohner besitzen jedoch nur noch ein passives Verständnis und jüngere gar keines.[3]

Wirtschaft

Die Insel lebt vom Tourismus, Fischfang und Gartenbau. Die örtliche gelbgetönte Seidenproduktion, bekannt als „Kihachijō“ (黄八丈), ist als Immaterielles Kulturerbe registriert.

Verkehr

Auf der Insel liegt der Flughafen Hachijōjima.

Literatur

  • S. Noma (Hrsg.): Hachijōjima. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 483.
Commons: Hachijō-jima – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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