Hafis-Gedenkstein
Denkmal in Ecklage Hafisweg für den persischen Nationaldichter Hafis (Sandstein); Seltenheitswert, Geschichtszeugnis
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Der Hafis-Gedenkstein in Leipzig erinnert an den persischen Dichter Hafis (um 1320 – um 1389), dessen Gedichtband Dīwān Goethe zu seinem West-östlichen Divan inspirierte. Das Denkmal wurde um 1972 vermutlich auf Veranlassung von in der DDR im Exil lebenden iranischen Bürgern errichtet und 1996 restauriert. Es steht unter Denkmalschutz.[1]

Lage
Gestalt
Der Gedenkstein ist eine 1,60 m hohe quadratische Säule aus grauem Sandstein. Die Vorderseite zeigt ein Ganzfigurenrelief des Dichters und darunter seinen Namen in arabischer Schrift.
Die linke Seite ist beschriftet mit: HAFIS | BEINAME DES | PERSISCHEN | DICHTERS | SCHEMS ESDIN | MOHAMED – | ER LEBTE IM | 14. JAHRHDT. | IN SCHIRAS – | DIE SAMMLUNG | SEINER GEDICHTE | „DIWAN“ – 1812 | INS DEUTSCHE | ÜBERTRAGEN – | REGTE GOETHE | ZU SEINEM WEST- | ÖSTL. DIWAN AN
Auf der rechten Seite steht: UND MAG DIE | GANZE WELT | VERSINKEN – | HAFIS MIT DIR | MIT DIR ALLEIN | WILL ICH WETT= | EIFERN – | LUST UND PEIN | SEI UNS – DEN | ZWILLINGEN - | GEMEIN + | NUN TÖNE – LIED | MIT EIGNEM | FEUER – DENN | DU BIST ÄLTER - | DU BIST NEUER | + GOETHE | WEST-ÖSTL. DIWAN
Varia
Seit 2000 gibt es in Weimar auf dem Beethovenplatz ein Goethe-Hafis-Denkmal. In Bonn gibt es seit 2001 den Goethe & Hafis Verlag.
Literatur
- Markus Cottin, Gina Klank, Karl-Heinz Kretzschmar, Dieter Kürschner, Ilona Petzold: Leipziger Denkmale. Sax-Verlag Beucha 1998, ISBN 3-930076-71-3, Band 1, S. 28.