Halmahera-Blütenflughund
Art der Gattung Syconycteris
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Der Halmahera-Blütenflughund (Syconycteris carolinae) ist ein auf Inseln der Molukken in Indonesien endemisches Fledertier in der Familie der Flughunde. Das Typusexemplar stammt vom Fuß des Vulkans Gamkonora auf Halmahera.[1]
| Halmahera-Blütenflughund | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Syconycteris carolinae | ||||||||||||
| Rozendaal, 1984 |

Mit dem Artzusatz im wissenschaftlichen Namen ehrte der Erstbeschreiber seine Frau Caroline Rozendaal-Kortekaas, die ihn bei den gemeinsamen Expeditionen unterstützte.[2]
Merkmale
Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 83 bis fast 98 mm, mit 55,5 bis 61 mm langen Unterarmen und mit einem Gewicht von 35 bis 47 g ist dieser schwanzlose Flughund etwas größer als der Südliche Blütenflughund. Es sind ungefähr 15,5 mm lange Hinterfüße und 12 bis fast 17 mm lange Ohren vorhanden. Verglichen mit der anderen genannten Art ist das Fell dunkler, die Schnauze leicht langgestreckter und ein Auswuchs am Übergang vom Stirnbein zum Jochbein robuster. Weiterhin ist eine Naht zwischen dem Hinterhauptbein und dem Scheitelbein nicht kammartig ausgebildet. Im Unterschied zum Mooswald-Blütenflughund hat das Tier etwas längeres und mehr wolliges Fell. Die Oberseite trägt dunkelbraunes Fell mit den dunkelsten Bereichen auf dem Haupt und im Nacken. Das gesprenkelte Fell der Unterseite hat eine gelbbraune Grundfarbe und an verstreuten Haaren graue oder silbrige Spitzen. Merkmale des Kopfes sind rotbraune Regenbogenhäute in den großen Augen, gerade nach vorn gerichtete Nasenöffnungen und längliche Ohren mit abgerundeten Spitzen. Der Halmahera-Blütenflughund hat schwarze Flügel und eine Putzkralle am zweiten Finger. Die Schwanzflughaut ist durch längere Haarsäume an den Innenseiten der Beine ersetzt und ein Fersensporn (Calcar) fehlt. Typisch sind flache und rundliche Backenzähne. Zwischen den recht großen oberen Schneidezähnen befindet sich keine Lücke (Diastema), jedoch ist zwischen den unteren Prämolaren ein Abstand vorhanden.[3]
Verbreitung und Lebensweise
Neben Halmahera könnte das Tier noch auf Bacan leben, doch ein eindeutiger Nachweis fehlt bisher. Der Flughund ist aus dem Hügelland um 180 Meter Höhe bekannt. Für zwei weitere Fundorte gibt es keine Höhenangaben. Das Typusexemplar stammte aus einem Urwald, doch scheinen leicht veränderte Wälder und Gärten für diese Art eher geeignet zu sein. Bei einer Studie in einem durch Forstwirtschaft veränderten Wald wurden 60 Exemplare mit zur Untersuchung aufgestellten Japannetzen gefangen.[4][3]
Wie bei den beiden anderen Arten der Gattung scheint die Nahrung hauptsächlich aus Nektar zu bestehen. Im Januar wurden zwei trächtige Weibchen und neun Weibchen mit aktiven Zitzen dokumentiert. Vermutlich verbleiben die Jungtiere im Versteck, bis sie ihre Flugfähigkeit erhalten. Dieser Flughund sucht nachts nach Nahrung. Wo die Tagesverstecke liegen und ob sich dort Kolonien bilden ist nicht bekannt.[3]
Gefährdung
Einen längeren Zeitraum wurde auf Halmahera intensiv nach Gold und Nickel gegraben. Dies fand auch in Gebieten statt, die eigentlich als Schutzgebiete deklariert waren. Im Umfeld der Gruben fielen viele Wälder der Forstwirtschaft zum Opfer. Auch nach der Einführung strengerer Gesetze erhielten 13 Bergbauunternehmen Ausnahmegenehmigungen. Die Gesamtpopulation an erwachsenen Tieren lag um das Jahr 2020 bei schätzungsweise 10.000. Die IUCN listet den Halmahera-Blütenflughund in der Vorwarnliste (near threatened).[4]