Halomon

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Halomon ist eine chemische Verbindung, die zur Gruppe der halogenierten Monoterpene gehört und eine ausgeprägte und selektive toxische Wirkung auf Tumorzellen besitzt. Da sie in Rotalgen vorkommt, zählt sie zu den sekundären Pflanzenstoffen.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Halomon
Allgemeines
Name (−)-Halomon
Andere Namen

(3S,6R)-6-Brom-3-(brommethyl)-2,3,7-trichlor-7-methyl-1-octen (IUPAC)

Summenformel C10H15Br2Cl3
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 142439-86-9
PubChem 132430
ChemSpider 116941
Wikidata Q411493
Eigenschaften
Molare Masse 401,39 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

49–50 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Geschichte, Vorkommen, Herstellung

Halomon wurde 1992 zusammen mit weiteren halogenierten Monoterpenen in der Rotalge Portieria hornemannii entdeckt.[3] Die Extraktion von Halomon aus der Rotalge erweist sich als sehr aufwendig und wenig erfolgversprechend, da nicht alle Stämme dieser Alge Halomon produzieren, und es auch innerhalb eines Stammes zu starken Schwankungen in der Halomonproduktion kommt. Zur Extraktion von ungefähr 400 mg Halomon benötigt man daher circa 2 bis 4 kg dieser filigranen Rotalge. Neben dem Halomon fallen bei der Extraktion jedoch noch andere strukturverwandte Verbindungen an, von denen einige ebenfalls eine starke toxische Wirkung auf Tumoren zeigen.

In den Jahren 1997 bis 2000 wurden mehrere Synthesewege zur Halomonstruktur beschrieben.[4][5][6]

Pharmakologie

Halomon gehört zu den wenigen Substanzen, die bei allen 60 Tumorzelllinien des National Cancer Institute eine toxische Wirkung zeigt. Während Leukämie und Melanoma-Zelllinien weniger empfindlich sind, zeigen Gehirn-, Nieren- und Darmkrebszellen eine bis zu hundertfach höhere Ansprechrate.[3]

Einzelnachweise

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