Handball-Regionalliga (Frauen)

Spielklasse im deutschen Frauenhandball From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Regionalliga war bis 2010 im deutschen Männer- und Frauenhandball die dritthöchste Spielklasse und in fünf Staffeln aufgeteilt. Jeder Regionalverband des Deutschen Handballbunds (DHB) organisierte eine eigene Regionalliga, die gleichzeitig die höchste Spielklasse der Regionalverbände war. Die Sieger der Staffeln stiegen in die 2. Bundesligen auf. Die Absteiger wurden in die Oberligen der jeweiligen Landesverbände eingegliedert. 2010 wurde die Regionalliga von der 3. Liga abgelöst, die in vier Staffeln organisiert ist.

Schnelle Fakten
Handball-Regionalliga (Frauen)
Handball
Aktuelle Saison 2025/26
Sportart Handball
Abkürzung RL
Verband Regionalverbände des (DHB)
Deutschen Handballbundes
Ligagründung 1958
Wiedergründung 2024
Ligaauflösung 2010
Mannschaften 124
Land/Länder Deutschland Deutschland
Titelträger 2025/2026
Nord: HSG Eider Harde
Ostsee-Spree: HV GW Werder
Mitteldeutschland:
SC Markranstädt
Niedersachsen: SV Altencelle
Westfalen: LIT Tribe 1912
Nordrhein: TuS Königsdorf
Südwest: TSG Haßloch
Hessen: HSG Baunatal
Baden-Württemberg:
Frisch Auf Göppingen II
Bayern: TSV EBE Forst United
Rekordmeister 1. FC Nürnberg (14)
Qualifikation zu . Liga (Handball)
-Pokal der Frauen
2. Bundesliga (Frauen) ↓
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Mit Beginn der Saison 2024/25 hat wieder eine bundesweite, in zehn Regionen aufgeteilte und von den Landesverbänden organisierte, Regionalliga ihren Spielbetrieb als vierthöchste Spielklasse aufgenommen.

Geschichte

Die Handball-Regionalliga (Frauen) war von 1958 bis 1975 höchste Spielklasse. Alle fünf Staffelsieger waren für die Playoffs zur Deutschen Meisterschaft qualifiziert. Die RL-Frauen war von 1975 bis 1985 zweithöchste und mit Einführung der 2. Bundesliga (Frauen) zur Saison 1985/86 die dritthöchste Spielklasse im deutschen Handball der Frauen.

Ab der Saison 2005/06 gab es analog zur Anzahl der Regionalverbände fünf Regionalligen: Süd, Südwest, West, Nord und Nordost. Von 2000 bis 2005 existierte für fünf Spielzeiten eine sechste Staffel, die Regionalliga Mitte. Diese Staffel wurde nach Beendigung der Saison 2004/05 aufgelöst und die dort spielenden Vereine auf die restlichen Regionalligen verteilt. Den Unterbau der Regionalligen bildeten insgesamt 16 Oberligen.

Meister von 1958 bis 1975 (erstklassig)

Karte Regionalligen: Nordost, Nord, West, Südwest und Süd ab 1991/92
Weitere Informationen Jahr, Nord ...
JahrNordBerlinWestSüdwestSüd
1958 Eimsbütteler TV SSC Südwest 1947 Düsseldorfer SV 04 TV Vorwärts Frankfurt Post SV München
1959 Eimsbütteler TV Reinickendorfer Füchse RSV Mülheim TV Vorwärts Frankfurt Post SV München
1960 Eimsbütteler TV SSC Südwest 1947 SC Greven 09
RSV Mülheim
TV Vorwärts Frankfurt 1. FC Nürnberg
1961 Eimsbütteler TV SSC Südwest 1947 RSV Mülheim TV Vorwärts Frankfurt 1. FC Nürnberg
1962 Eimsbütteler TV SSC Südwest 1947 SC Greven 09 TV Vorwärts Frankfurt VfR Mannheim
1963 Eimsbütteler TV SSC Südwest 1947 Bayer Leverkusen TV Vorwärts Frankfurt Freiburger FC
1964 Holstein Kiel OSC Berlin Bayer Leverkusen TV Vorwärts Frankfurt 1. FC Nürnberg
1965 Eimsbütteler TV SSC Südwest 1947 Bayer Leverkusen Südwest Ludwigshafen 1. FC Nürnberg
1966 Eimsbütteler TV OSC Berlin Bayer Leverkusen TSG Kaiserslautern Freiburger FC
1967 Eimsbütteler TV OSC Berlin Bayer Leverkusen TV Vorwärts Frankfurt 1. FC Nürnberg
1968 SC Union 03 Hamburg OSC Berlin Bayer Leverkusen TV Vorwärts Frankfurt 1. FC Nürnberg
1969 SC Union 03 Hamburg TSV GutsMuths Berlin Bayer Leverkusen TV Vorwärts Frankfurt 1. FC Nürnberg
1970 Holstein Kiel OSC Berlin SC Greven 09 PSV Grünweiß Frankfurt 1. FC Nürnberg
1971 Holstein Kiel TSV GutsMuths Berlin Bayer Leverkusen PSV Grünweiß Frankfurt 1. FC Nürnberg
1972 SC Union 03 Hamburg OSC Berlin Bayer Leverkusen Südwest Ludwigshafen 1. FC Nürnberg
1973 Hamburger TS TSV GutsMuths Berlin TuS Eintracht Minden PSV Grünweiß Frankfurt 1. FC Nürnberg
1974 Holstein Kiel TSV GutsMuths Berlin Bayer Leverkusen TSV Rot-Weiß Auerbach FC Bayern München
1975 SV Rot-Weiß Kiebitzreihe TSV GutsMuths Berlin TuS Eintracht Minden TSV Rot-Weiß Auerbach FC Bayern München
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Meister von 1976 bis 1985 (zweitklassig)

Meister von 1986 bis 2010 (drittklassig)

Weitere Informationen Saison, Nord ...
SaisonNord Berlin 1WestSüdwestSüd
1985/86TuS Alstertal(SSC Südwest Berlin)SC Greven 09DJK SC SW WiesbadenVfL Neckargartach
1986/87Buxtehuder SVReinickendorfer FüchseOSC RheinhausenDJK St. Michael MarpingenTuS Metzingen
1987/88TuS AlstertalHSW Humboldt BerlinMSV DuisburgTV MainzlarTSV Germania Malsch
1988/89TuS Walle BremenReinickendorfer FüchseTV Einigkeit HerrentrupSG KleenheimSV Allensbach
2. PlätzeHastedter TSVBerliner TSV 1850SG Dülken(TV Nußdorf)HG Regensburg
1989/90TSV Nord HarrisleeASC SpandauASV HammTV NußdorfHCD Gröbenzell
1990/91VfL OldesloeBerliner TSV 1850Borussia DortmundTuS 1860 NeunkirchenTuS Metzingen
1991/92MTV 1862 Moringen II.Reinickendorfer FüchseTSV Bayer 04 Leverkusen IIGSV Eintracht BaunatalTSG Ketsch
SaisonNord Nordost 1WestSüdwestSüd
1992/93TS WoltmershausenWandsbeker MTV 1872TV BeyeröhdeTG 1848 OsthofenDJK Augsburg-Hochzoll
1993/94SG MisburgMarner TV 1862DJK/MJC TrierTuS Eintracht WiesbadenHG Quelle Fürth
1994/95MTV 1862 MoringenOldenburger SVHasper SVSG Hessen HersfeldTV Echterdingen
1995/96SV Wacker OsterwaldHamburger TS 18161. FC KölnTV 1863 OrtenbergDJK Augsburg-Hochzoll
1996/97MTV Vater Jahn PeineVfL Bad SchwartauSV Teutonia RiemkeTV 1863 OrtenbergTSV Lautlingen 1902
1997/98SV Garßen 1923SG Tasmania 73/NeuköllnHSG Wambel/KörneGSV Eintracht BaunatalDJK Augsburg-Hochzoll
1998/99SC Germania ListTSV EllerbekTuS WeibernSG 09 KirchhofFrisch Auf Göppingen
1999/00 VT Bückeburg HSG Berliner TSC/Olympia SG Königsdorf/HHV Köln Eintracht Baunatal SG Leipzig/Markranstädt
2000/01 SV Wacker Osterwald SC Buntekuh PSV Recklinghausen TV Ortenberg 1. FC Nürnberg
2001/02 SC Greven 09 SG Harburg TV Beyeröhde TSG Ober-Eschbach HaSpo Ostfildern
2002/03 DSC Oldenburg SG Handball Rosengarten SG Königsdorf/HVV Köln TSG Leihgestern VfL Waiblingen
2003/04 TV Cloppenburg TSV Travemünde TuS Lintfort SG Kleenheim HSG Albstadt
2004/05 VfL Oldenburg II Eidelstedter SV PSV Recklinghausen TV Lützellinden TV Nellingen
2005/06 VfL Wolfsburg TSV Nord Harrislee HSG Stemmer/Friedewalde HSG Sulzbach/Leidersbach SC Riesa
2006/07 SG Handball Rosengarten MTV 1860 Altlandsberg TuS Nettelstedt SV Reichensachsen VfL Waiblingen
2007/08 SG Handball Rosengarten SG RHC/PSV Rostock HSG Stemmer/Friedewalde SG 09 Kirchhof VfL Sindelfingen
2008/09 TV Oyten Reinickendorfer Füchse HSV Solingen-Gräfrath HSG Bad Wildungen SG BBM Bietigheim
2009/10 VfL Wolfsburg MTV 1860 Altlandsberg TuS Lintfort 1. FSV Mainz 05 HSG Albstadt
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  • Alle Regionalligameister sind in die 2. Handball-Bundesliga (Frauen) aufgestiegen.
  • 1988/89 sind wegen Aufstockung der 2. Bundesliga auch die Zweitplatzierten aufgestiegen.
  • Die in (Klammern) gesetzten Vereine sind nicht aufgestiegen.

3. Spielklasse in sechs Regionalligen

Die Handball-Regionalliga Mitte (Frauen) kam in den Saisonen 2000/01 bis 2004/05 als sechste Regionalliga hinzu und wurde vom Südwestdeutschen
Handballverband organisiert. Nach Schließung der RL-Mitte wurden die Vereine wieder auf die anderen fünf Regionalverbände verteilt.

Meister Regionalliga Mitte von 2000/01 bis 2004/05

Aufsteiger in die 2. Handball-Bundesliga (Frauen)

4. Spielklasse in zehn Regionalligen

Mit Beginn der Saison 2024/25 wird wieder eine bundesweite, in zehn Regionen aufgeteilte, Regionalliga als vierthöchste Spielklasse eingeführt. Sie wird die bisher viertklassigen Oberligen ablösen. Die Regionalligen werden von den jeweiligen Landessportverbänden – zum Teil gemeinsam – veranstaltet. Den Anfang machte bereits ab 2016/17 die Regionalliga-Nordrhein. Die Umbenennung der Oberligen in Regionalligen tritt mit Wirkung zum 1. Juli 2024 in Kraft. Auch sollen die untergeordneten Ligen alle in Oberliga umbenannt werden.

Regionalligameister Nordrhein von 2017 bis 2024

Weitere Informationen Saison, Regionalliga Nordrhein ...
SaisonRegionalliga NordrheinSaisonRegionalliga NordrheinSaisonRegionalliga Nordrhein
2016/17nicht ausgetragen2019/20TB Wülfrath2022/23Bergischer HC
2017/18TSV Bonn rrh.2020/21Saison abgebrochen2023/24TD Lank  F2
2018/19Fortuna Düsseldorf  M12021/22TV Aldekerk II  F1
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  • Alle Meister haben ihr Aufstiegsrecht für die 3. Liga wahrgenommen.
F1 
Die erste Mannschaft des TV Aldekerk spielt in der 3. Liga, sodass kein Aufstieg für den TV Aldekerk II möglich war. Stattdessen stieg der Vizemeister TuS Treudeutsch Lank auf.
F2 
In dieser Saison wurde wegen Ligareduzierung der Aufsteiger im Rahmen einer Aufstiegsrelegation ermittelt. TB Wülfrath wird an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga teilnehmen

Meister der Regionalliga ab 2025

Alle Meister sind für die Aufstiegsrelegation zur 3. Liga (Frauen) qualifiziert, für Niedersachsen und Baden-Württemberg kommen auch die Vizemeister hinzu, bei der von den zwölf Teilnehmern sechs Aufsteiger ermittelt werden.  Aufsteiger

Aufstiegsrelegation zur 3. Liga (Frauen)

Am Ende einer Saison wird mit den Meistern der Regionalligen eine Aufstiegsrelegation zur 3. Liga (Frauen) durch den Deutschen Handballbund (DHB) ausgetragen. Dabei werden drei Gruppen in Nord, Mitte und Süd mit je vier Mannschaften gebildet. Jede Gruppe spielt eine Hin- und Rückrunde, wobei sich jeweils die zwei bestplatzierten Teams für die 3. Liga (Frauen) qualifizieren.

Siehe auch

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