Hanna Behrend
österreichische Historikerin und Literaturwissenschafterin
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Leben
Nach dem Exil vor den Nationalsozialisten in Frankreich und England lebte sie seit Ende 1946 in (Ost)Berlin. Nach dem Studium (1948–1949) an der Vorstudienanstalt Berlin studierte sie von 1949 bis 1952 Geschichte und Anglistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1952 bis 1955 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum für Deutsche Geschichte. Nach dem Diplom 1953 war sie von 1955 bis 1958 außerplanmäßige Aspirantin. Von 1958 bis 1962 war sie Lektorin im Verlag Rütten & Loening, Herausgeberin der TB-Reihe Geschichte. Nach der Promotion 1959 war sie von 1962 bis 1963 Übersetzerin bei Intertext. Von 1963 bis 1967 war sie freiberuflich als Übersetzerin/Dolmetscherin tätig. Von 1967 bis 1969 war sie Lektorin für Englisch an der Hochschule für Ökonomie. Von 1969 bis 1987 war sie wissenschaftliche Assistentin, später a. o. Dozentin an der Sektion Anglistik-Amerikanistik der Humboldt-Universität. 1982 erfolgte die Habilitation.
Der Historiker Manfred Behrend war ihr Ehemann.
Schriften (Auswahl)

- Monografien
- mit Isolde Neubert-Köpsel, Stefan Lieske: Rückblick aus dem Jahr 2000 – was haben Gesellschaftsutopien uns gebracht? Trafo-Verlag Weist, Berlin 1997, ISBN 3-930412-75-6.
- mit Peter Döge: Nachhaltigkeit als politische Ökologie. Eine Kontroverse über Natur, Technik und Umweltpolitik. Trafo-Verlag Weist, Berlin 2001, ISBN 3-89626-171-1 (rosalux.de).
- Demokratische Mitbestimmungsrechte unter DDR-Bedingungen. Die ambivalenten Strukturen an den Universitäten. Trafo-Verlag Weist, Berlin 2003, ISBN 3-89626-375-7.
- Die Überleberin. Jahrzehnte in Atlantis. Autobiografie. Guthmann-Peterson, Wien/Mülheim an der Ruhr 2008, ISBN 978-3-900782-65-8.
- Herausgeberschaften
- German Unification. The Destruction of an Economy. Pluto Press, London/East Haven 1995, ISBN 0-7453-1004-4.[1][2]
- deutsch: Die Abwicklung der DDR. Wende und deutsche Vereinigung von innen gesehen. Neuer ISP-Verlag, Köln 1996, ISBN 3-929008-23-8.
- mit Gisela Notz: Über Hexen und andere auszumerzende Frauen. Trafo-Verlag Weist, Berlin 2003, ISBN 3-89626-431-1.
- Zeiten der Hoffnung – Zeiten des Zorns. In der Sicht eines DDR-Historikers. Texte von Manfred Behrend. Verlag am Park, Berlin 2005, ISBN 3-89793-105-2.
Literatur
- Behrend, Hanna. In: Ilse Korotin, Nastasja Stupnicki (Hrsg.): Biografien bedeutender österreichischer Wissenschafterinnen. „Die Neugier treibt mich, Fragen zu stellen“. Böhlau, Wien [u. a.] 2018, ISBN 978-3-205-20238-7, S. 66 f., doi:10.7767/9783205205883.11 (Open Access).
- Behrend, Hanna. In: Ilse Korotin (Hrsg.): biografiA. Lexikon österreichischer Frauen. Band 1: A–H. Böhlau, Wien [u. a.] 2016, ISBN 978-3-205-79590-2, S. 244 f. (sabiado.at).
- Frigga Haug: Hanna Behrend 1922–2010. In: Das Argument. Band 53, Nr. 1 (290), 2011, S. 14 f.
- Ulrike Vieten: Hanna Behrend: Socialist Intellectual. In: Women: A Cultural Review. Band 21, Nr. 3, 2010, S. 346–349, doi:10.1080/09574042.2010.513502.
- Ursula Schröter: Über Faschismus und »verordneten antifaschismus« – vor allem aber über Hanna Behrend. In: Spirale der Zeit. Band 6, 2009, S. 31–35.
Weblinks
- Literatur von und über Hanna Behrend im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eintrag zu Hanna Behrend in Kalliope (BArch Nachlass N 2551)
- Hanna Behrend. In: GLASNOST Archiv – Dokumentationssystem für Gesellschaftstheorie, Geschichte und Politik.
- Blog von Hanna Behrend (2009–2010)
- louiseottopeters-gesellschaft.de
- Nachrufe
- Bruni de la Motte: Hanna Behrend Obituary. In: The Guardian. 3. Januar 2011.
- Gisela Notz: Hanna Behrend (1922–2010). In: SoZ online. 2. Februar 2011.