Hannah Spencer
britische Politikerin
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Hannah Kathrine Spencer (* 1991 in Bolton, Vereinigtes Königreich) ist eine britische Politikerin der Green Party of England and Wales und seit Februar 2026 Mitglied des House of Commons für den Wahlkreis Gorton and Denton.[1] Sie gewann den Sitz bei einer Nachwahl. Ihr Sieg war der erste der britischen Grünen bei einer Unterhaus-Nachwahl[2][1], und zudem der erste grüne Westminster-Sitz im Norden Englands.[1][2]

Leben
Spencer wuchs in Bolton in der Metropolregion Greater Manchester auf und verließ die Schule mit 16 Jahren.[3] Sie ließ sich anschließend zur Installateurin ausbilden und gründete 2015 das Unternehmen „Hannah’s Household Plumbing“.[3] Während sie als Handwerkerin arbeitete, absolvierte sie weitere Ausbildungen zur Gasinstallateurin und als Stuckateurin.[3] In ihrer Siegesrede sagte sie, nicht mit dem Ziel aufgewachsen zu sein, eine Karrierepolitikerin zu werden, und verwies auf ihre Tätigkeit als Installateurin und eine kurz zuvor abgeschlossene Zusatzqualifikation als Stuckateurin.[1] Spencer ist Marathonläuferin und lebt mit vier geretteten Greyhounds zusammen.[4]
Wirken
Spencer trat 2022 den Greens bei und wurde 2023 als Councillor für den Stadtteil Hale im Trafford Council gewählt. Sie ist seit 2023 Fraktionsvorsitzende der Grünen im Trafford Council.[3] Bei der Wahl zum Mayor of Greater Manchester 2024 belegte sie den fünften Platz.[3][1]
In der Nachwahl am 26. Februar 2026 gewann sie Gorton and Denton mit 14.980 Stimmen (40,7 %) vor Reform UK und Labour; die Wahlbeteiligung lag bei 47,6 %.[1][2] Die Nachwahl war durch den Rücktritt des bisherigen Abgeordneten Andrew Gwynne ausgelöst worden.[2] Im Wahlkampf stellte sie soziale Fragen wie Lebenshaltungskosten und den Zustand des National Health Service in den Mittelpunkt und kündigte die Beendigung der Privatisierung im NHS und die Verstaatlichung von Wasserunternehmen an.[4] Sie verband ihren Wahlkampf zudem mit einer klar propalästinensischen Position und erklärte, sie halte das Geschehen in Gaza für einen Genozid.[4] Nach ihrem Einzug ins Unterhaus gehört sie zu den fünf Abgeordneten der Grünen im Parlament.[2][5]