Hanni Liang

deutsche Pianistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Hanni Liang (* 18. Juli 1993 in Bielefeld, Deutschland) ist eine deutsch-chinesische Pianistin und Konzertdesignerin.

Hanni Liang im Guotai Arts Center, Chongqing (2015)

Leben

Hanni Liang wuchs in einer Nicht-Musikerfamilie auf und erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von acht Jahren bei Marina Kheifets in der Musikschule Subito in Düsseldorf. Als Jungstudentin wurde sie in die Klavierklasse von Barbara Szczepanska an der Robert-Schumann-Hochschule aufgenommen.[1] 2007 gewann sie den Rotary Klavierwettbewerb Jugend. 2016 begann sie bei Professor Matthias Kirschnereit zu studieren.

2010 wurde sie zum Young Steinway Artist gekürt und erhielt den Steinway Förderpreis. Seit 2013 ist sie außerdem Tonali-Stipendiatin. Weitere Förderpreise erhielt sie u. a. von der Dörken Stiftung, der Gesellschaft Westfälischer Kulturarbeit, der Bechstein Kulturstiftung, der Richard Wagner Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes.

2016 gründete sie gemeinsam mit Tonali (Kulturprojekt mit Sitz in Hamburg) und Harrison Parrott (Sabine Frank) das gemeinnützige Projekt „Tonalisten“ für spezielle Konzertformate.

2017 gab Liang ihr Debüt beim Klavier-Festival Ruhr und spielt seit dem regelmäßig im Festival. Sie gab Konzerte in Österreich, China, Spanien, Italien, Russland und Polen, wo sie beim internationalen Chopin Festival in Warschau, beim Tianjin Piano Festival, in der Forbidden City Concert Hall Peking, Qintai Concert Hall Wuhan, im Mariinsky Theater oder im Trans-Siberian Art Festival konzertierte. Außerdem reist sie für Auftritte in die Schweiz sowie zu ausgezeichneten Musikfestivals Deutschlands, wie dem Klavier-Festival Ruhr, Kissinger Sommer, Best of NRW, Schumannfest und den Gezeitenkonzerten.

Hanni Liang gab 2018 ihr Debüt als Solistin in der Elbphilharmonie mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Sie arbeitet mit Pianisten wie Maria João Pires, Matthias Kirschnereit, Homero Francesch sowie durch ihren Fokus auf zeitgenössische Musik Komponisten wie Manfred Trojahn, Moritz Eggert und Sally Beamish zusammen. Manfred Trojahns Melodram "Verpasste Gelegenheiten", Prélude Nr. 7 und "Leise Gondeln" wurden von Hanni Liang uraufgeführt. Weitere musikalische Einflüsse erhielt sie außerdem von John Perry, Jacques Rouvier und Bernd Goetzke.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Soziologen und Autoren Harald Welzer.[2]

Seit 2022 ist sie Dozentin für Konzertdesign an der Hochschule für Musik und Theater München.

Konzertformate

Als Konzertdesignerin entwickelt sie unterschiedliche neue (co-kreative) Konzert- und Performanceformate.

2022 beim Reeperbahn Festival „KUZUK“, ein partizipatives Konzert über die Illusion der Zukunft.[3]

2023 in der Elbphilharmonie mit dem Klavierkonzert „Watermark“ von Caroline Shaw über die Frage „Wem gehört das Wasser?“[4]

2024 beim Mozartfest Würzburg „nimmer noch“ über „Schuld und Vergebung“[5]

2024 beim Heidelberger Frühling „Freisam“, ein co-kreatives Konzert mit Jugendlichen aus Heidelberg[6]

2024 in der Pinakothek der Moderne „Broken Two“, eine Performance auf kaputten Instrumenten gemeinsam mit der Komponistin Maya Dunietz[7], nominiert als Innovatives Konzert des Jahres beim OPUS Klassik[8]

2024 im Konzerthaus Berlin „NEXTSTOP: BLN“, ein co-kreatives Konzert mit Jugendlichen aus Berlin-Marzahn mit Kian Jazdi[9]

2024 mit den Münchner Philharmonikern „continue.music“ über Künstliche Intelligenz und Musik gemeinsam mit Moritz Eggert und Ali Nikrang[10]

2024 im Haus Styriarte Graz „PULS“ über die Macht der Musik[11]

2025 beim Edinburgh International Festival „DREAMS“, ein interaktives Improvisationskonzert[12]

Diskografie

Filmografie

Einzelnachweise

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