Hans-Günter Schwarz

deutscher Winzer From Wikipedia, the free encyclopedia

Hans-Günter Schwarz (* 23. Juni 1941 in Albersweiler; † 21. November 2025[1]) war ein deutscher Weinbautechniker, Kellermeister und Weingutverwalter.

Vita

Schwarz wuchs mit fünf älteren Geschwistern auf und verlor früh seine Eltern. Sein ältester Bruder wurde sein Vormund. Der war Betriebsleiter bei einem Pfälzer Weingut, und über ihn kam er zum Weinbau. Er wurde Weinbautechniker durch ein zweisemestriges Studium an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau und einem anschließenden Praktikum im fränkischen Veitshöchheim.[2]

Während der Ausbildung lernte er Heinrich Catoir kennen, der ihn als Betriebsleiter zum Familienweingut Müller-Catoir nach Neustadt an der Weinstraße holte. Er blieb dem Weingut bis 2001 als Kellermeister und Weingutverwalter erhalten. International bekannt wurde Schwarz durch seine schonende Weinbehandlung und besonders durch die sorgfältige Pflege der Reben und Rebstöcke. Sein „Kontrolliertes Nichtstun“ stand stilprägend für viel Arbeit im Weinberg und umgekehrt wenig in der Verarbeitung im Keller.[3] Darüber hinaus hatte er sich einen legendären Ruf als Ausbilder für Winzer erworben.[2][3]

Rezeption

John Winthrop Haeger bezeichnet ihn in seinem Buch Riesling Rediscovered als Deutschlands einflussreichsten Winzer, der durch niedrige Erträge und nicht-interventionistische Weinbereitung bekannt geworden sei.[4] Auch Hugh Johnson nennt ihn im Buch Der kleine Johnson als einen Wegbereiter der Weinbereitung mit möglichst wenigen Eingriffen von außen.[5] Terry Theise nennt ihn im Buch What Makes a Wine Worth Drinking „den großen Kellermeister der Neuzeit“,[6] und im Buch Reading Between the Wines den größten Kellermeister Deutschlands des späten zwanzigsten Jahrhunderts.[7] Auch im Oxford Companion to Wine wird seine Bedeutung für und sein Einfluss auf zwei Generationen von Winzern hervorgehoben.[8]

Einzelnachweise

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