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Hans-Josef Thesling

deutscher Jurist und Präsident des Bundesfinanzhofs From Wikipedia, the free encyclopedia

Hans-Josef Thesling (* 27. September 1961[1] in Heinsberg[2]) ist ein deutscher Jurist. Seit dem 25. Januar 2022 ist er Präsident des Bundesfinanzhofs.

Leben

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften war Thesling zunächst als Rechtsanwalt tätig.[3] 1989 wechselte er in den höheren Dienst der Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen und war bei den Finanzämtern in Erkelenz und Bergheim beschäftigt.[3][2]

Im Jahr 1995 wurde er zum Richter am Finanzgericht Düsseldorf ernannt.[2] Dort war er bis zu einer Abordnung im Jahr 2004 an die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen tätig. Im Jahr darauf wurde er an den Landtag in Nordrhein-Westfalen versetzt. Dort war er Leitender Ministerialrat in der Abteilung I in der Landtagsverwaltung, ab 2008 als Ministerialdirigent Leiter der Abteilung.[4]

2016 wurde Thesling zum Präsidenten des Finanzgerichts Düsseldorf ernannt und war Vorsitzender des 2. Senats. Zwei Jahre später wurde er an das Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen berufen und war Leiter der Zentralabteilung.[4]

Am 25. Januar 2022 wurde ihm durch den Bundesjustizminister die Ernennungsurkunde zum Präsidenten des Bundesfinanzhofs überreicht. Diese hatte der Bundespräsident schon vor mehr als einem Jahr unterschrieben.[5] Aufgrund einer Konkurrentenklage konnte Thesling das Amt aber zunächst nicht antreten.[3][5][6] Er tritt die Nachfolge von Rudolf Mellinghoff an, der im Juli 2020 in den Ruhestand trat.[3]

Thesling ist Mitglied der CDU.[7]

Veröffentlichungen

  • Die Vorteilsausgleichung, Bonn, 1994 (Dissertation).
  • Die Landesverfassung Nordrhein-Westfalen, Siegburg Verlag Reckinger, 2019, ISBN 978-3-7922-0249-4 (zusammen mit Andreas Heusch und Klaus Schönenbroicher).

Einzelnachweise

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