Hans-Kurt Nolzen

deutscher Generalmajor des Heeres der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Hans-Kurt Nolzen (* 23. März 1925 in Ohligs, heute Solingen; † 21. September 2002 in Solingen) war ein deutscher Generalmajor des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Nolzen, Sohn eines Kaufmanns, bestand 1943 das Abitur und war danach vom 11. März bis 4. Juni 1943 im Reichsarbeitsdienst. Am 22. Juni 1943 trat er als Reserve-Offizieranwärter bei der Nachrichten-Ersatz-Abteilung in Potsdam in die Wehrmacht ein. Vom Januar bis Mai 1944 absolvierte er den 16. Fahnenjunker-Lehrgang in Stahnsdorf bei Berlin und war ab 1944 mit der 2. Kompanie der Nachrichtenabteilung 193 an der Front in Kurland im Einsatz. Am 6. September 1944 wurde er bei Baloži verwundet, in ein Lazarett nach Riga gebracht und später nach Bromberg verlegt. Vom 6. November bis Monatsende war er in der Genesenen-Einheit der Nachrichten-Ersatz-Abteilung 3 und besuchte von Dezember 1944 bis 4. April 1945 die Heeresnachrichtenschule in Leipzig. Vom 5. bis 24. April 1945 war er als Teil der Führerreserve West in Oberbayern im Einsatz, wo er am 20. April 1945 (Rangdienstalter 1. April 1945) zum Leutnant ernannt wurde, und ab dem 25. April 1945 in der Sondereinheit Tölz. Vom 23. bis 26. Mai 1945 war er in Kriegsgefangenschaft der Vereinigten Staaten.[1][2][3]

Von Mai 1945 bis März 1947 absolvierte Nolzen eine Theaterausbildung und war anschließend bis September 1950 Schauspieler und Regisseur im Studio Iserlohn und am Stadttheater Plettenberg und von Oktober 1950 bis Mai 1951 Vortragsreisender der Karp-Film in Düsseldorf. Von Mai 1951 bis März 1953 unterstützte er den Aufbau des elterlichen Einzelhandelsbetriebes, war von März 1953 bis März 1955 freiberuflicher Schauspieler und Regisseur an den Städtischen Bühnen Wuppertal und von April 1955 bis August 1958 Handelsvertreter der Firma Siemens in Wuppertal-Elberfeld.[1][2][3]

Am 16. August 1956 trat Nolzen als Oberleutnant in die Bundeswehr ein und war bis Oktober 1957 Zugführer im Fernmeldebataillon 1 in Sonthofen, in den ersten vier Monaten im Rahmen einer Eignungsübung. Danach war er von November 1957 bis Dezember 1959 Hörsaal-Offizier an der Heeresoffizierschule I in Hannover, von Dezember 1959 bis September 1961 Offizier für Logistik (S 4) und Kompaniechef im Fernmeldebataillon 1 in Hannover, von Oktober 1961 bis März 1965 Kompaniechef der Fernmeldeausbildungskompanie 792 in Hannover, später in Clausthal-Zellerfeld und von April 1965 bis September 1966 Organisationsoffizier (S 3) an der Fernmeldeschule des Heeres in Feldafing.[1][2][3]

Von Oktober 1966 bis Juni 1967 absolvierte Nolzen den Generalstabslehrgang Mittlere Führung (M66) an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Anschließend war er von Oktober 1967 bis 24. Juni 1968 Bataillonskommandeur des Fernmeldebataillons 4 in Regensburg. Vom 25. Juni 1967 bis 5. Juli 1968 besuchte er einen Lehrgang an der Signal School (Fernmeldeschule) der britischen Streitkräfte in Blandford Camp im Vereinigten Königreich und war danach bis März 1973 Referent in der Stabsabteilung VII, Referat 1 (Grundsatzangelegenheiten Fernmeldewesen/Elektronik) im Führungsstab der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, bis März 1975 Dezernatsleiter im Stab des Deutschen Militärischen Vertreters beim NATO-Militärausschuss in Brüssel in Belgien und bis September 1976 Referatsleiter bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der NATO.[1][2][3]

Im Oktober 1976 wurde Nolzen stellvertretender Chef des Stabes (Abteilungsleiter) für Fernmeldewesen und Elektronik im Hauptquartier Allied Forces Central Europe der NATO in Brunssum in den Niederlanden[4.1] und zum Brigadegeneral (Temporary Rank) ernannt. Im August 1977 erfolgte die reguläre Ernennung.[1] Im April 1979 wurde er stellvertretender Divisionskommandeur und Kommandeur Divisionstruppen der 10. Panzerdivision in Sigmaringen[4.2] und im Oktober 1981, unter Ernennung zum Generalmajor, stellvertretender Kommandierender General des I. Korps in Münster.[4.3] Mit Ablauf des März 1985 wurde er in den Ruhestand versetzt.[5]

Nolzen war verheiratet, evangelisch und hatte zwei Töchter.[3]

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

  • Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1999 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 3, Laegeler – Quiel. Biblio-Verlag, Bissendorf 2005, ISBN 978-3-7648-2382-5, S. 403–405.
  • Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 366.
  • Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1982/1983. Bernard & Graefe, Bonn 1982, ISBN 3-7637-5262-5, S. 114.

Einzelnachweise

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