Hans Aesslinger

Bildhauer und Medailleur From Wikipedia, the free encyclopedia

Hans Aesslinger, auch Asslinger oder Esslinger, († 1567) war ein Bildhauer und Medailleur.

Leben

Aesslinger besaß seit 1535 das Münchner Bürgerrecht und legte im Folgejahr sein Meisterstück vor. Von 1537 bis 1550 arbeitete er am Hof des Herzogs Ludwig X. in Landshut. Von 1550 bis an sein Lebensende wirkte er in München. Im Jahr 1559 war er darüber hinaus nachweislich auch in Salzburg tätig.

Werke

Das Parisurteil

Die noch erhaltenen Werke Aesslingers lassen erkennen, dass er insbesondere in kleinen Formaten als Medailleur und Bildhauer arbeitete und dass er bei Reliefs oft den feinen und relativ weichen Solnhofener Stein verwendete. Er gestaltete zehn Medaillen, die Herzog Albrecht V. von Bayern und weitere Persönlichkeiten zeigen, die in Bayern zwischen 1551 und 1558 bekannt waren. Ende der 1550er-Jahre schuf er ein lebensgroßes Medaillenbild Albrechts V. Dieses befand sich bis 1944 in der Münchner Alten Akademie in der Münzsammlung und wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört.

Für die Kunstkammer Albrechts V. schuf Aesslinger 1550 zwei figürliche Reliefs nach Kupferstichen von Marcantonio Raimondi, die ihrerseits auf Vorlagen von Raffael zurückgehen: Der bethlehemitische Kindermord[1] und Das Urteil des Paris[2].

Von 1559 bis 1561 arbeitete er an dem Epitaph für den Salzburger Erzbischof Michael von Kuenburg. Aufgrund der stilistischen Gestaltung ist davon auszugehen, dass daran auch andere Künstler beteiligt waren.

Literatur

Commons: Hans Ässlinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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