Hans Hannibal
uruguayischer Beachvolleyball- und Volleyballspieler
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Hans Hannibal (* 23. September 1996 in San José) ist ein uruguayischer Beachvolleyball- und ehemaliger Volleyballspieler. Er wurde viermal Meister seines Heimatlandes im Sand.
| Hans Hannibal | |
|---|---|
| Porträt | |
| Geburtstag | 23. September 1996 |
| Geburtsort | San José, Uruguay |
| Größe | 1,90 m |
| Hallenvolleyball | |
| Nationalmannschaft | |
| 2011–2012 2017 |
Jugend-Nationalmannschaft A-Nationalmannschaft |
| Beachvolleyball | |
| Partner | 2013, 2015 Mauricio Vieyto 2017–2021 Gastón Baldi 2022–2023 Marco Cairús 2023–2025 Nicolas Llambías |
| Weltrangliste | Position 106[1] |
| Erfolge | |
| 2015 – Sieger der University Beach Games in Brasilien 2018 – Zweiter Südamerikaspiele 2018 – Uruguayischer Meister 2019 – Uruguayischer Meister 2020 – Uruguayischer Meister 2021 – Uruguayischer Meister 2021 – Fünfter Finalturnier Südamerikatour 2022 – Vierter Finalturnier Südamerikatour 2022 – WM-Teilnehmer 2023 – Zweiter Südamerikanische Strandspiele 2024 – Dritter Finalturnier Südamerikatour 2025 – Fünfter Finalturnier Südamerikatour 2025 – WM-Teilnehmer | |
| Stand: 19. April 2026 | |
Karriere
Der Sportler spielte zunächst ein Jahr lang Fußball, bevor er sich für Volleyball entschied. 2011 wurde er in die Auswahl seines Heimatlandes der unter Fünfzehnjährigen berufen. Ein Jahr später war er Kapitän der U17-Nationalmannschaft. Parallel zum Sport in der Halle war er auch schon im Sand aktiv. Die ersten nationalen Turniere bestritt er mit seinem älteren Bruder Lothar.[2] Seit 2013 ist der Jüngere der beiden an der Seite von Mauricio Vieyto aktiv und gewann mit ihm die ersten internationalen University Beach Games, die 2015 in Brasilien stattfanden. Die Finalveranstaltung der Südamerikatour im selben Jahr beendete das Duo auf dem geteilten fünften Platz. 2017 stand Hannibal im Team der A-Nationalmannschaft bei der Südamerikameisterschaft. Im Sand wechselte er eine Saison später zu Gastón Baldi und siegte mit ihm bei den vier folgenden Landesmeisterschaften.[3][4] Im ersten Jahr ihrer Zusammenarbeit waren sie bei einem Wettbewerb der Fédération Internationale de Volleyball am Start. Beim Ein-Stern-Event der der World Tour in Miguel Pereira konnten sie jedoch kein Spiel, aber immerhin einen Satz gewinnen. Dagegen sicherten sie sich hinter den Venezolanern Tigrito Gómez / Carlos Rangel und vor den Chilenen Esteban und Marco Grimalt Silber bei den Südamerikaspielen.[5] 2019 wurden sie Fünfte bei den Strandspielen des Kontinents. Die gleiche Platzierung erkämpften sie zwei Jahre später bei den Finals der südamerikanischen Beachserie 2019/20, die wegen der COVID-19-Pandemie erst im März 2021 stattfanden. Drei Monate danach konnten sie im Semifinale des Qualifikationswettbewerbs für die Olympischen Spiele die Teilnehmer an den Spielen in Tokio Capogrosso / Azaad zwar besiegen, da sie aber gegen das vermeintlich schwächere gegnerische Team verloren und ihre Partner beide Duelle nicht zu ihren Gunsten entscheiden konnten, zogen die Argentinier ins Endspiel ein, das sie dann auch als Sieger beendeten.[6] Danach beendete Gastón Baldi seine Karriere.
Im Januar 2022 gewannen Marco Cairús und Hans Hannibal zum ersten Mal eine Etappe der Südamerikatour. In der Hauptstadt ihres Heimatlandes bezwangen sie im Endspiel die Chilenen Noé Aravena und Vicente Droguett in zwei Sätzen.[7] Die Beachvolleyballer aus dem kleinsten spanischspachigen Land des Kontinents zogen nach zwei weiteren Podestplätzen auch ins Halbfinale des finalen Wettbewerbs ein und qualifizierten sich so für die Weltmeisterschaft in Rom. Anschließend nahmen sie an den Futures der World Pro Tour in Cervia und auf Rhodos teil und belegten dort die Plätze neun und fünf. Bei der WM schieden sie äußerst unglücklich nach der Vorrunde aus. Sowohl gegen die Kubaner Jorge Alayo / Noslen Diaz als auch gegen die Deutschen Clemens Wickler / Nils Ehlers hatten sie einen Satz für sich entschieden und Christopher McHugh / Paul Burnett besiegt. Da aber weder der direkte Vergleich noch das bessere Satzergebnis für das Weiterkommen entscheidend war, stattdessen der höhere Ballquotient, zogen die Australier als Pooldritte in die Runde der 32 ein.[8] Im September erhielten Cairús und Hannibal den Charrua-Preis als beste Beachvolleyballer Uruguays. Für den Athleten aus Colonia Wilson war es die dritte Auszeichnung dieser Art in Folge. Die ersten beiden hatte er noch mit Baldi erreicht.[9] Nach dem geteilten neunten Rang bei den Südamerikaspielen und dem Einzug ins Hauptfeld beim Elite16 in Uberlândia nach überstandener Qualifikation bestritten Cairús und Hannibal noch einige Etappen der Beachserie auf ihrem Heimatkontinent und trennten sich im Frühjahr 2023.
Mit Nicolas Llambías bildete Letzterer anschließend ein neues Beachpaar. Erstes Highlight ihrer Zusammenarbeit waren die südamerikanischen Strandspiele im Kolumbien. Nach dem zweiten Platz in der Gruppe siegten sie im Viertel- und Halbfinale und konnten erst im Endspiel von Aravena und Droguet bezwungen werden, die damit erfolgreich Revanche nahmen für die im Vorjahr erlittene Niederlage in Montevideo.[10] Nach dem fünften Rang beim Futures in Miguel Pereira und dem neunten Platz bei den Panamerikanischen Spielen erkämpften Hanibal und Llambías 2024 zwei Finalteilnahmen bei Turnieren der kontinentalen Beachserie und standen beim Abschlusswettbewerb auf der untersten Stufe des Podests. In der nächsten Spielzeit gelangen den beiden zwei Siege bei der Südamerikatour. Obwohl für sie im Finalevent schon das Aus im Viertelfinale kam, reichten die erzielten Platzierungen für die Teilnahme an der WM in Australien. In Adelaide blieben sie satz- und sieglos, konnten aber mit 17:21 und 16:21 ein respektables Resultat gegen die ehemaligen Weltmeister und Olympiasieger Anders Mol und Christian Sørum aus Norwegen erzielen.
Auszeichnungen
Sonstiges
Die Großeltern der Brüder waren Deutsche. Die Eltern von Lothar und Hans haben ebenfalls Volleyball gespielt. Der Vater machte für seine Söhne Trainingspläne.[2]
Weblinks
- Profil beim Weltverband FIVB (englisch)
- Profil in der Beach Volleyball Database (englisch)
- Profil bei Volleybox