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Hans Jakob Wörner (Kunsthistoriker)

deutscher Denkmalpfleger From Wikipedia, the free encyclopedia

Hans Jakob Wörner (* 20. Juni 1941 in Waldshut-Tiengen; † 13. Februar 2002 in Neuenburg am Rhein) war ein deutscher Kunsthistoriker und Denkmalpfleger.

Leben und Werk

Nach seiner Schulausbildung in Waldshut und am Kolleg St. Blasien studierte Wörner Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Zeitungswissenschaft an der Universität Zürich, wo er 1966 promoviert wurde. Zu seinen Lehrern gehörten Gotthard Jedlicka und Peter Meyer.

Wörner arbeitete zunächst für das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und kam dann im Oktober 1973 zur Außenstelle Freiburg des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg. 1974 war er Teilnehmer der Gründungsversammlung des Geschichtsverein Hochrhein. Vorher war er bereits ehrenamtlicher Mitarbeiter in seinem Heimatort Waldshut. In seiner engeren Heimat begann auch seine Tätigkeit als „Gebietskonservator“, später auch in den baden-württembergischen Landkreisen Lörrach und Tuttlingen, zuletzt über lange Jahre im Ortenaukreis. Wörner befasste sich auch mit der Abteikirche Ottmarsheim in der elsässischen Nachbarschaft seines Wohnortes Neuenburg am Rhein und publizierte vielfach zusammen mit seiner Frau Dr. Judith Wörner.

1982 wurde unter dem Vorsitz von Wörner der Geschichts- und Kulturkreis Neuenburg[1] gegründet, dessen Vorsitzender er bis zu seinem Tode blieb. Für die Zeitschrift des Geschichtsvereins Markgräflerland e. V., Das Markgräflerland schrieb er zahlreiche Beiträge.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Ehemaliger Landkreis Wertingen: [Kurzinventar]. Mit Beiträgen und zeichnerischen Aufnahmen von Wilhelm Neu. München. Deutscher Kunstverlag, 1973 (Bayerische Kunstdenkmale; Bd. 33).
  • Formuntersuchungen zur Bedeutung der Architekturdarstellung für die Komposition in Werken französischer Malerei des 17. Jahrhunderts; Dissertation Zürich 1966, 1967 publiziert
  • Architektur des Frühklassizismus in Süddeutschland, 1979
  • Das Schicksal der Klostergebäude im Laufe der Jahrhunderte. In: Das tausendjährige St. Blasien. 200 jähriges Domjubiläum. Ausstellung im Kolleg St. Blasien, Abteiflügel, vom 2. Juli bis 2. Okt. 1983. Bd. 2: Beträge. Karlsruhe 1983, S. 87–132.
  • Bemerkungen zur Baugeschichte. In: St. Blasien. Festschrift aus Anlaß des 200jährigen Bestehens der Kloster- und Pfarrkirche. München 1983, S. 195–208.
  • Zur Baugeschichte der barocken Klosteranlage und des Domes in St. Blasien. In: Badische Heimat 63, 1983, S. 487–496.
  • In: Stadt Tiengen (Hochrhein): Der Klettgau. Franz Schmid (Hrsg.), 1971 (bis heute maßgebliche Monographie), mit Beiträgen von: Ruth Blum, Eugen Fürstos, Richard Gäng, Josef Hirt-Elmer, Josef Isele, Helmut Maurer, Ludwig Mayer, Emil Müller-Ettikon, Heinrich Münz, Helmut Naumann, Alois Nohl, Alfons Peter, Ernst Rüedi, Franz Schmid, Karl Schwarzenberg, Ignatz Stein, Heinz Voellner, Karl Friedrich-Wernet, Hans Jakob Wörner.
  • mit Judith Wörner: Kunstdenkmäler im Landkreis Waldshut. In: Norbert Nothhelfer (Hrsg.) Der Kreis Waldshut. 2., vollständig überarbeitete und ergänzte Auflage. Stuttgart : Konrad Theiss Verlag, 1979 (Heimat und Arbeit). – ISBN 3-8062-0204-4 (S. 129–160)
  • mit Judith Wörner: Wasserschloss Inzlingen. 2. veränderte Auflage. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 1996, ISBN 3-7954-4025-4. (Kleine Kunstführer 1139)
  • Zur Baugeschichte Waldshuts im 19. Jahrhundert. In: Stadt Waldshut-Tiengen (Hrsg.): Geschichte der Stadt Waldshut. Band 2: Waldshut im 19. Jahrhundert. Lebensbilder aus einer großherzoglichen Amtsstadt. (S. 107–128)

Literatur

  • Erhard Richter: Zum Gedenken an Oberkonservator Dr. Hans Jakob Wörner. In: Das Markgräflerland Band 2/2002, S. 173–174.
  • Wolfgang E. Stopfel: Dr. Hans Jakob Wörner. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg 31, 2002, S. 112 (Digitalisat).

Einzelnachweise

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