Hans Joachim Eichler
deutscher Physiker
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Leben und Wirken
Hans Joachim Eichler, Sohn von Lydia Eichler, geborener Wagner, und des Volkswirts Hans Eichler, studierte an der Technischen Universität Berlin (TU Berlin), wo er von 1965 bis 1969 als Assistent arbeitete, 1967 mit der Dissertation Nichtlineare Optische Effekte in Lasern zum Dr.-Ing. promoviert wurde und sich 1969 habilitierte. 1969 übernahm er die Arbeitsgruppe zur Laserphysik von Horst Weber und Gerd Herziger, als diese nach Bern gingen. Von 1970 bis 1978 war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Quantenoptik der Deutschen Physikalische Gesellschaft (DPG) und der Deutschen Gesellschaft für angewandte Optik.
Eichler ist seit 1972 ordentlicher Professor für Experimentalphysik (für das Gebiet Laser und Quantenelektronik) an der TU Berlin, wo er am Optischen Institut in der Straße des 17. Juni tätig, in den 1970er Jahren Gründungssprecher des Fachbereichs Physik war und das Physikalische Grund-Praktikum ausbaute und modernisierte. Er war dort von 2003 bis 2007 geschäftsführender Direktor des Optischen Instituts und leitet eine Gruppe zur Entwicklung und messtechnischen Anwendung von Lasern. Von 1980 bis 1983 war er zu Forschungsaufenthalten an den Bell Laboratories in Holmdel.
Von 2003 bis 2013 war er Wissenschaftlicher Geschäftsführer der Laser-Medizin-Technologie-Berlin GmbH.
Er entdeckte lichtinduzierte Gitterstrukturen und hat, teilweise mit seinem 1942 geborenen Bruder Jürgen Eichler (seit 1972 Professor an der Technischen Fachhochschule Berlin), fachwissenschaftliche Beiträge in Zeitschriften und mehrere Bücher über Laserphysik geschrieben.
Seit 1982 ist er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Quantenoptik der DPG.[1]
Hans Joachim Eichler ist katholisch, heiratete 1966 Renate Bubel und bekam zwei Töchter.
Schriften
- mit Jürgen Eichler: Laser – High Tech mit Licht. Springer, Berlin 1995, ISBN 3-540-58535-4 (populärwissenschaftlich).
- mit Jürgen Eichler: Laser – Bauformen, Strahlführung, Anwendungen. Springer, Berlin 1990; 6. Auflage ebenda 2006, ISBN 3-540301496; 7. Auflage 2010.
- mit Heinz-Detlef Kronfeldt und Jürgen Sahm: Das neue physikalische Grundpraktikum. Springer, Berlin 2001; 2. Auflage ebenda 2006.
- Kapitel in Bergmann/Schaefer: Lehrbuch der Experimentalphysik. Band 3: Optik. De Gruyter, 2004.
- als Hrsg. mit Horst Weber und Reinhart Poprawe: Landolt-Börnstein Numerical Data and Functional Relationships in Science and Technology, New Series, Gruppe 8. Band 1 B, Teil 1: Laser Physics – Fundamentals. Springer, Berlin 2007.
- mit Hans-Joachim Schulz, Dieter Sprengel, Herbert Wetzel und Manfred Rosenzweig: Experimentalphysik für Ingenieure. Vieweg, 1996.
Literatur
- Eichler, Hans Joachim. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 260.