Hans Luigi

deutscher Filmarchitekt From Wikipedia, the free encyclopedia

Hans Luigi bzw. Hans Guhl-Luigi (eigentlich Lothar Werner Hans Guhl; * 18. Januar 1894 in Berlin; † 28. September 1960 in Marktredwitz) war ein deutscher Filmarchitekt und Kunstmaler.

Leben und Wirken

Der Sohn des Hausdieners Paul Guhl und dessen Frau Marie, geb. Stelzer,[1] widmete sich zunächst musikalischen Studien. Im Ersten Weltkrieg wurde er u. a. als Trainfahrer eingesetzt.[2] Später verlegte er sich auf den bildnerischen Bereich und arbeitete als Kunstmaler.[3] Vermutlich führte er seit dieser Zeit seinen Künstlernamen Hans Luigi.

Als Filmarchitekt ist er seit Jahresbeginn 1939 nachweisbar, als er dem erfahrenen Filmarchitekten Robert Herlth zur Seite gestellt wurde und dessen Entwürfe zu dem Kriminalfilm Morgen werde ich verhaftet umsetzte. Noch im selben Jahr gestaltete Luigi die Filmkulissen zu einigen Kurzfilmen der Produktionsfirma FDF, inszeniert von Charles Klein. Während des Zweiten Weltkriegs war er ferner an dem Charlie-Rivel-Clownsfilm Akrobat schö-ö-ö-n beteiligt, wo er mit dem Kollegen Erich Grave zusammenarbeitete.

Seine Nachkriegskarriere nahm Hans Luigi ab 1948 bei Berliner Filmgesellschaften wieder auf, blieb aber nur noch knapp zehn Jahre in der Branche tätig. In diesen Jahren gestaltete er die Kulissen nur für minder wichtige Filme.

Hans Luigi war von 1917 bis zu deren Tod 1948 mit Anna Kirst verheiratet.[2][4] Dieser Ehe entstammte die Tochter Lola Luigi, die später als Schauspielerin sowie Synchron- und Hörspielsprecherin ebenfalls künstlerisch tätig war. 1950 heiratete Hans Luigi seine zweite Ehefrau Anna Liesbeth Lohr. Zuletzt in Tröstau im Fichtelgebirge ansässig, starb er 1960 im Krankenhaus Marktredwitz.[5]

Filmografie

Einzelnachweise

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