Hans Popst

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Hans Popst (* 13. Januar 1940 in Timișoara (Temeschwar), Banat; † 27. November 2020 in Eichenau, Oberbayern)[1] war ein deutscher Bibliothekar und Dozent an der Bayerischen Beamtenfachhochschule (Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern).[2][3]

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Leben und Wirken

Nach der Reifeprüfung 1961 in Traunstein absolvierte Hans Popst die Ausbildung für den Gehobenen Bibliotheksdienst an der Bayerischen Beamtenfachhochschule. 1964 legte er dort die Prüfung zum Diplom-Bibliothekar ab. Bis 1973 arbeitete er in der Benutzungsabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek. Von 1973 bis zum Eintritt in den Ruhestand war er als hauptamtlicher Dozent an der Bayerischen Beamtenfachhochschule (Fachbereich Archiv- und Bibliothekswesen) tätig. Im Nebenamt unterrichtete er außerdem an der Bayerischen Bibliotheksschule in München und wirkte außerdem am Deutschen Bibliotheksinstitut (Kommission für Alphabetische Katalogisierung) in Berlin mit.

Zusammen mit Klaus Haller (Bayerische Staatsbibliothek) wurde Hans Popst zu einem Experten auf dem Gebiet der Regeln für die alphabetische Katalogisierung. Das von beiden verfasste Buch „Katalogisierung nach den Regeln für die alphabetische Katalogisierung“ (kurz „Haller/Popst“ genannt), welches zuerst 1981 erschien und etliche überarbeitete Neuauflagen erhielt, galt als Standardwerk, das aus der bibliothekarischen Ausbildung und als Nachschlagewerk aus dem Berufalltag von Bibliothekaren nicht wegzudenken war,[2] bis nach 2010 ein neues Regelwerk (RDA) eingeführt wurde. Haller und Popst wurden daher in Fachkreisen auch als die „RAK-Päpste“ bezeichnet (RAK steht für Regeln für die alphabetische Katalogisierung).[4]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • (Mitarbeit): Rupert Hacker / Bibliothekarisches Grundwissen (= UTB, Bd. 148). Verlag Dokumentation, München-Pullach 1972 (erschien zuletzt in einer Neubearbeitung von Klaus Gantert. 9. Aufl. de Gruyter Saur, Berlin 2016, ISBN 978-3-11-032145-6).
  • (Mitred.): Peter Geils u. a. (Bearb.): Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums 1700–1910. Saur, München 1979–1987, ISBN 3-598-30000-X.
  • (mit Klaus Haller): Katalogisierung nach den RAK-WB. Eine Einführung in die Regeln für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken (RAK-WB). Saur, München 1981 (6. durchges. u. aktualisierte Aufl. 2003, ISBN 978-3-598-11626-1) (hierzu gehören noch weitere Regelwerke für Körperschaftsnamen, Musikalien, Nichtbuchmaterialien u. a.).
  • Der Kreuzkatalog im Trend neuer Entwicklungen. In: Jürgen Hering/Eberhard Zwink (Hrsg.): Bestände in wissenschaftlichen Bibliotheken. Erschließung und Erhaltung (= Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderhefte, Bd. 34). Klostermann, Frankfurt/M. 1982, S. 180–189, ISBN 3-465-01511-8.
  • Die bibliographische Situation im Bereich der Geisteswissenschaften. In: Rudolf Frankenberger/Alexandra Habermann (Hrsg.): Literaturversorgung in den Geisteswissenschaften (= Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographe, Sonderheft, Bd. 43). Klostermann, Frankfurt/M. 1986, S. 286–295, ISBN 3-465-01695-5.
  • (Mitred.): Regeln für öffentliche Bibliotheken. RAK-ÖB. Reichert, Wiesbaden 1986, ISBN 3-88226-252-4.
  • Überlegungen zu einer Reform der „Regeln für die Alphabetische Katalogisierung“. In: Bibliotheksdienst, Bd. 25 (1991), S. 1387–1396.
  • Zur Angleichung und Verbesserung der Ansetzungsbestimmungen der RAK und RSWK. In: Bibliotheksdienst, Bd. 26 (1992), S. 1328–1337.
  • (Mitarb.): Margarete Payer (Hrsg.): RAK für Online-Kataloge. Vorschläge für eine Reform (= DBI-Materialien, Bd. 124). Deutsches Bibliotheksinstitut, Berlin 1993, ISBN 3-87068-924-2.

Einzelnachweise

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