Hans Trebst

deutscher Bibliothekar From Wikipedia, the free encyclopedia

Johannes Hans Trebst (* 14. Februar 1895 in Leipzig; † 2. August 1935 in Dresden) war ein deutscher Bibliothekar.[1]

Leben und Wirken

Nach seiner Reifeprüfung an der Thomasschule Leipzig studierte Hans Trebst, ein Sohn des Bildhauers Arthur Trebst, Geschichte und Philosophie an der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Universität Jena. Nach dem Ersten Weltkrieg war er zunächst beim Grenzschutz Ost tätig. 1921 promovierte er an der Universität Jena über "Die vier Staatsbilder Augustins in der "civitas Dei". Ab 1925 war er Mitarbeiter an der Sächsischen Landesbibliothek Dresden und absolvierte 1929 die Fachprüfung für den Bibliotheksdienst an der Universitätsbibliothek Leipzig. Schwerpunkt seines bibliothekarischen Arbeit war vor allem der Bereich der Sacherschließung der Bibliotheksbestände. Er entwickelte ein neues Erschließungssystem und publizierte über diese Thematik. 1934 wurde er Direktor der Bibliothek der Technischen Universität Dresden. Bis zu seinem frühen Tod durch Selbstmord war er an der Verbesserung der Bibliotheksverwaltung der von ihm geleiteten Bibliothek beschäftigt.

Veröffentlichungen

  • Studien zu einer analytischen Sachkatalogisierung. Harrassowitz, Leipzig 1931.
  • Der heutige Erkenntnisstand in der Formal- und in der Sachkatalogisierung. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen, Bd. 51 (1934), S. 435–450.
  • Die Kataloge der größeren Bibliotheken des deutschen Sprachgebietes. Ergebnisse einer Umfrage des "Ausschusses für Sachkatalogisierung" vom 1. Sept.1933. Oskar Schloss-Verlag, Berlin 1935.

Literatur

  • Otto Sigismund Runge: Hans Trebst. Ein Nachruf. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen, Bd. 53 (1936), S. 142–144.
  • Gerhard Hahn: Die historischen Komponenten des Katalogsystems der Bibliothek des Deutschen Bundestages. Der amerikanische "Geteilte Katalog" und die "analytische Sachkatalogisierung" von Hans Trebst. In: Bibliothek, Bd. 11 (1987), S. 49–72.
  • Hans-Dieter Wüstling: Dr. phil. Hans Trebst (1934–1935). In: ders.: Die Direktoren der Universitätsbibliothek Dresden von 1828 bis 1996. Ein Gang durch die Geschichte der Bibliothek (= Schriftenreihe der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Bd. 9). Dresden 2005, S. 52–56, ISBN 3-910005-37-3.

Einzelnachweise

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