Hans Winterstein (Architekt)

deutscher Architekt, kommunaler Baubeamter und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Hans Winterstein (* 24. Juni 1864 in Höxter;[1]6. März 1946 in Berlin[2][3][4]) war ein deutscher Architekt, Hochschullehrer und kommunaler Baubeamter.

Leben

Wintersteinstraße in Charlottenburg

Winterstein studierte Architektur an der Technischen Hochschule Charlottenburg[1] und promovierte dort auch.[2][3]

Er arbeitete als freier Architekt in Berlin,[3] Stadtbauinspektor, später als Magistratsbaurat und ab 1920 als Stadtbaurat und Oberbaurat in der bis 1920 selbstständigen Stadt Charlottenburg und lehrte als außerordentlicher Professor an der Technischen Hochschule Charlottenburg.[1][2][3] Er unterrichtete ebenfalls an der Realschule in Charlottenburg und an der Herderschule (Reformrealgymnasium).[5]

Im heutigen Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wurde 1950 die Wintersteinstraße nach ihm benannt.[2][3]

Werk

Bauten

  • 1902–1903: Realschule (spätere Hindenburg-Realschule bzw. Mozart-Schule) in Berlin-Charlottenburg, Guerickestraße 32 (1943 kriegszerstört)[1]
  • 1907–1909: Reform-Realgymnasium Herderschule in Berlin-Charlottenburg-Westend, Bayernallee 4 (1945 zerstört)[1]
  • 1908–1909 und 1928–1929: Obdachlosenasyl, Aufnahmehaus (heute Haus 1) und Unterkunft (heute Haus 4), in Berlin-Charlottenburg, Sophie-Charlotten-Straße 113 (unter Denkmalschutz)[6]
  • 1914–1916 und 1919–1920: 35. Gemeindeschule in Berlin-Charlottenburg, Kamminer Straße 17 (gemeinsam mit Rudolf Walter) (unter Denkmalschutz)[7]
  • 1914 und 1919–1922: Sophie-Charlotte-Schule in Berlin-Charlottenburg, Schustehrusstraße 43 (unter Denkmalschutz)[8][9]
  • 1918–1920: Wohnbebauung Sömmeringstraße 20/22 in Berlin-Charlottenburg (gemeinsam mit Paul Weingärtner; unter Denkmalschutz)[10]
  • 1922–1923: Freibadeanstalt im Volkspark Jungfernheide in Berlin-Charlottenburg, Jungfernheideweg 60[3]
  • 1923: Theaterkassen-Kiosk in Berlin-Charlottenburg, Rankestraße (vor Haus Nr. 1; unter Denkmalschutz)[11]
  • 1927–1929: Westend-Schule mit Direktoren-Wohnhaus in Berlin-Charlottenburg, Westendallee 45/46 (unter Denkmalschutz)[12]

Schriften

  • Der Gesetzentwurf für das öffentliche Verdingungswesen. In: Deutsche Bauzeitung, 50. Jahrgang 1916, Nr. 45 (vom 3. Juni 1916), S. 233 (und später).
  • mit Paul Bonatz, Karl Elkart, Ludwig Hoffmann, Fritz Schumacher: Zum Wettbewerb für einen Bebauungsplan des Messegeländes in Berlin. In: Die Bauwelt, Jahrgang 1926, Heft 17, S. 82–83.
  • Bau von Krankenhäusern In: Handbücherei für das gesamte Krankenhauswesen Bd. 1. Berlin 1930, S. 1–254.

Literatur

Einzelnachweise

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