Hans von Pechmann
deutscher Chemiker
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Leben

Pechmann studierte Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde 1869 im Corps Isaria aktiv.[1] Als Inaktiver wechselte er an die Königliche Universität zu Greifswald. Mit einer Doktorarbeit bei Heinrich Limpricht wurde er dort zum Dr. phil. promoviert.[2][3] Im Jahr 1888 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt. Bis 1895 war er Professor in München. Anschließend wirkte er bis 1902 an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.
Er unterhielt ein enges freundschaftliches und fachliches Verhältnis zu Eduard Buchner. Kurz nach seinem 52. Geburtstag schied Pechmann in Folge eines schweren Nervenleidens[4] durch Freitod aus dem Leben.[5] Die Nachfolge trat 1902 Wilhelm Wislicenus (1861–1922) an.[6]
Er entdeckte das Diazomethan (1894) und das Polyethylen (1898).[7][8]
Werke
- Anleitung zur quantitativen Analyse nach Cl. Zimmermann : zum Gebrauche im chemischen Laboratorium des Staates zu München. - 10. Aufl. - München : Chemisches Laboratorium des Staates, 1901. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
- Volhard's Anleitung zur Qualitativen chemischen Analyse. - München : Chemisches Laboratorium des Staates, 1901. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Literatur
- Adalbert Freiherr von Pechmann: Pechmann, Freiherren von. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 20. Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. 151 (deutsche-biographie.de). (Familienartikel)
- Ber. dtsch. chem. Ges. 27, S. 1888 ff (1894)
- Ber. dtsch. chem. Ges. 28, S. 855 ff (1895)
Weblinks
- Literatur von und über Hans von Pechmann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Literaturliste im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin
- Informationen zu und akademischer Stammbaum von Hans von Pechmann bei academictree.org
