Happy End (2003)
Film von Amos Kollek (2003)
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Happy End (Originaltitel Nowhere to Go But Up (frei übersetzt Es kann nur noch aufwärts gehen)) ist eine US-amerikanisch-französisch-deutsche Filmkomödie von Amos Kollek aus dem Jahr 2003. Audrey Tautou und Justin Theroux sind in den Hauptrollen besetzt, Laila Robins, Catherine Curtin, Frank Pellegrino und Jenna Lamia in tragenden Rollen.
| Film | |
| Titel | Happy End |
|---|---|
| Originaltitel | Nowhere to Go But Up |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten, Frankreich, Deutschland |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2003 |
| Länge | 86 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Amos Kollek |
| Drehbuch | Amos Kollek |
| Produktion | Christine Gozlan
|
| Kamera | Ken Kelsch |
| Schnitt | Luc Barnier
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| Besetzung | |
| |
Der Fernsehsender One schrieb zur Erstausstrahlung des Films, dass Kollek „mit dieser leichten Komödie“ das Genre gewechselt habe „und auch seine Muse“. Er erzähle „eine märchenhafte Geschichte, die von Audrey Hepburns Figur der Holly Golightly in Frühstück bei Tiffany inspiriert“ sei.[1]
Handlung
Die 23-jährige Französin Val Chipzik hat große Träume. Nach New York City ist sie gekommen, um einen ihrer größten Träume zu verwirklichen, sie will Schauspielerin werden. Doch erst einmal muss sie die bittere Erfahrung machen, dass niemand so recht Notiz von ihr nimmt. So muss sie sich erst einmal mit Aushilfsjobs über Wasser halten, wozu auch das Putzen von Klos oder das Braten von Frühlingsrollen gehört. Unterkriegen lässt sie sich aber nicht. Zum Schlafen quartiert sie sich unter anderem im Vorgarten des Drehbuchautors Jack ein, in der Hoffnung, so auf sich aufmerksam machen zu können. Jack empfindet sie jedoch als Belastung und macht sogar ihre seltsamen Stimmübungen und auch das Läuten ihres Handys für seine momentane Schreibblockade verantwortlich, obwohl er schon seit fünf Jahren nichts Nennenswertes mehr zu Papier gebracht hat, und zwar seit dem Tag, als er verlassen wurde. Val lässt sich jedoch nicht beirren, das wenige Geld, das sie verdient, steckt sie in eine Weiterbildung für ihren Traumberuf und nimmt Schauspiel- und Fechtunterricht. Sie nimmt an vielen Castings teil, scheitert aber ein ums andere Mal.
Anfangs ist Jack ziemlich genervt von Val und vergrault sie. Seltsamerweise lässt ihn ihr Gesicht jedoch nicht mehr los. Inspiriert davon, beginnt in ihm eine Idee immer mehr Gestalt anzunehmen. Wie wäre es, wenn er dieses extrem dünne Mädchen, das mit französischen Akzent Dylan-Thomas-Texte rezitiert, zum Mittelpunkt seiner Geschichte machen würde, eine Geschichte, auf die er ziemlich lange warten musste. So fängt er wieder an zu schreiben und verfasst wie im Rausch ein neues Drehbuch, das äußerst vielversprechend ist. Eine namhafte Filmproduktionsfirma ist sofort bereit, ihm eine Million Dollar Vorschuss für die Rechte an seinem Buch zu zahlen. Als Jack das Angebot ablehnt, glaubt seine Agentin nicht richtig gehört zu haben. Jack hat allerdings einen Grund für seine Ablehnung, er hat sich inzwischen in Val verliebt und macht bei einem Rechteverkauf zur Bedingung, dass er bei der Besetzung der Hauptrolle das letzte Wort hat. Er will dafür sorgen, dass Vals Traum in Erfüllung geht – und das geht er.
Produktion
Synchronisation
Der Film wurde durch die Synchronfirma FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH, München, synchronisiert. Für das Dialogbuch trug Marina Köhler die Verantwortung, ebenso wie für die Dialogregie.[2]
| Figur | Darsteller | Deutscher Sprecher |
|---|---|---|
| Val Chipzik | Audrey Tautou | Stefanie Lerchenfeld |
| Jack | Justin Theroux | Marcus Off |
| Irene | Laila Robins | Katharina Lopinski |
| Beatrix | Catherine Curtin | Bettina Redlich |
| Bernie | Frank Pellegrino | Norbert Gastell |
| Sparkle | Jenna Lamia | Shandra Schadt |
| Eddie | Juan Carlos Hernández | Patrick Schröder |
| Edna | Jennifer Tilly | Veronika Neugebauer |
| Benito | Bruce MacVittie | Claus Brockmeyer |
| Karim | Joe Zaloom | Hans-Rainer Müller |
| Studioleiterin | Karen Evans Kandel | Carin C. Tietze |
| Prostituierte | Cherita Armstrong | Natalie Löwenberg |
| Luke | Jeffrey Carlson | Dirk Meyer |
| Anwalt | Andrew Benator | Patrick Schröder |
| Castingleiter I | Andrew Weems | Mike Carl |
| Castingleiter II | Daniel Oreskes | Andreas Borcherding |
| Florist | Yusef Bulos | Andreas Seyferth |
| Kellner | Umit Celebi | Claus-Peter Damitz |
| Kellnerin | Vickie Tanner | Elisabeth von Koch |
| MC | J. Edward Cecala | Gerhard Jilka |
| Polizist | Michael Kaycheck | Gerhard Jilka |
| Regisseur | Adam Stein | Mike Carl |
| Restaurantleiter | Mark Fairchild | Andreas Borcherding |
| Sprecherzieherin | Jenny Sterlin | Marion Hartmann |
Dreharbeiten, Produktionsnotizen
Der Film wurde ab dem 15. August 2002 in New York City und in Los Angeles in den Vereinigten Staaten gedreht.[3] Produziert wurde er von Les Films Alain Sarde SA (Paris), FRP Sarl. (Paris) in Koproduktion mit Forensic Films (New York), von der Pandora Film Produktion GmbH (Köln) und Le Studio Canal (Paris).[4]
Soundtrack
- Hunky Daddy, Text: Amos Kollek, Musik und produziert von Chico Freeman,
vorgetragen von Audrey Tautou & Jennifer Tilly - Empty Promises, geschrieben von Chico Freeman und Jan Pulsford, Gesang: Vaneese Thomas. Besondere Widmung für Donald „Hippmo“ Myrick von den The Phenix Horns
- Nowhere To Go But Up, geschrieben von Chico Freeman und Jan Pulsford
Veröffentlichung
Die Uraufführung des Films fand am 26. Dezember 2003 in Paris im UGC Orient Express statt.[4] In Südkorea wurde der Film im Februar 2004, in Italien im Mai 2004 und in Litauen im Oktober 2004 erstmals veröffentlicht. Im darauffolgenden Jahr erfolgte eine Veröffentlichung in Lettland, in den Niederlanden, in Ungarn, in Israel und in Argentinien. 2006 wurde der Film in Japan veröffentlicht und 2007 in Griechenland. Weitere Veröffentlichungen erfuhr er in Brasilien, Kanada, Polen, Portugal, Russland, Singapur, Schweden in der Ukraine und in den Vereinigten Staaten. Die Veröffentlichungen erfolgten zum größten Teil auf DVD. Auch in Deutschland wurde der Film auf diesem Medium veröffentlicht. Im Programm der ARD Das Erste wurde er erstmals am 25. Juli 2007 ausgestrahlt.
Rezeption
Kritik
Die Zeitschrift prisma schrieb, der Film sei eine „leichte Komödie“ und unterscheide sich somit von den anderen Filmen von Amos Kollek. Die „märchenhafte Geschichte“ sei von dem Charakter der Holly Golightly aus dem Film Frühstück bei Tiffany inspiriert. Weiter hieß es: „Und wer könnte eine solche Figur besser verkörpern als die feenhafte Audrey Tautou, die in ‚Die fabelhafte Welt der Amélie‘ zum Weltstar avancierte. Das Image der zerbrechlichen Kindfrau bürstet Kollek dabei witzig gegen den Strich etwa wenn Audrey Tautou bei einem Casting für ‚Der Glöckner von Notre Dame‘ als buckliger Quasimodo auftritt.“[5]
Die Filmzeitschrift Cinema führte aus, der Film sei ein „versponnen-frivoles Märchen mit originellen Typen“, was „typisch“ für den Regisseur sei. Die Story wirke „ziemlich aufgesetzt, der Zauber ewigen Außenseitertums“ scheine „verbraucht“. Trotzdem sei Audrey Tautou „nett anzusehen“. Fazit: „Sympathisch, ohne wirklich zu überzeugen.“[6]
Im Arthaus-Magazin hieß es, wer die Filme von Amos Kollek kenne, wisse natürlich, dass er „mitnichten der Mann für seichte Komödien“ und „ein wortwörtliches Happy End bei ihm selten“ sei. Man dürfe den Titel von Happy End also „durchaus mit einem Augenzwinkern lesen“. Trotzdem habe dieser Film „viel Leichtigkeit“. Die „eigenen Dialoge, die an Jim Jarmusch erinnernde Unmittelbarkeit der Inszenierung und vor allem die beiden Hauptdarsteller:innen“ verhinderten „dabei zum Glück, dass wir nicht in eine klassische RomCom schlittern“ würden. Happy End pendele sich dabei „irgendwo zwischen Komödie und Drama ein“ – bleibe „im Herzen aber ein Feelgood-Film im Kollek-Style, auch wenn das ein wenig widersprüchlich“ klinge. „Gerade deshalb sollte man ihn gesehen haben.“[7]
Auf der Seite des Filmdienstes ist zu lesen: „Eine leichthändig inszenierte romantische Komödie, die vom Spielwitz der französischen Hauptdarstellerin lebt, freilich die angestrebte Leichtigkeit nicht ganz halten kann. Das mit allen Mitteln angestrebte Happy End erscheint zudem aufgesetzt, weil die Chemie zwischen den beiden Protagonisten nicht stimmt und sie bestenfalls nebeneinander her agieren. – Ab 14.“[8]
Auf der Seite Uncut war man der Meinung, der Film sei „ganz nett anzuschauen“. Aber „der Funke“ wolle „nicht so recht überspringen“. Amos Kollek, „bekannt für die Darstellung von Losern in einer feindlichen Metropole, die uns dann mit ihrem Charme in ihren Bann gezogen“ hätten, greife hier „einfach zu kurz“. Es gelinge nicht „in die Geschichte mit hineingezogen zu werden“. Sonst habe man „mit der Hauptfigur mitleiden oder ihr Drama mit Anteilnahme verfolgen“ können. Auch sei die Hauptdarstellerin Audrey Tautou „viel zu hübsch für den Job um glaubwürdig zu sein“. Die Handlung verlaufe „glatt an der Oberfläche und der Titel“ nehme „ein fragwürdiges Ende vorweg“.[9]
Bruttoertrag
Der weltweite Bruttoertrag des Films lag bei rund 98.000 Dollar.
Weblinks
- Happy End bei IMDb
- Happy End bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Happy End 2003 Regie: Amos Kollek letterboxd.com